Buskontrolle Horda
Busskontrolle Horda1860 München – FC Carl Zeiss Jena
Nachdem es Anfang dieses Monats eines der grössten Polizeieinsätze in der Geschichte der Polizei in Deutschland wegen einem Zigarettenautomates ( wir berichteten bereits * ) gegeben hatte, standen diesmal die Fans aus Jena in Thüringen natürlich unter besonderer Kontrolle
[...] Kurzer Auszug aus unserem Bericht: Dort versuchten einige Jugendliche ihren Vorrat an Zigaretten an einem Automaten aufzufüllen. Leider verweigerte der Zigarettenautomat die Ausgabe nach dem Einwurf des Geldes. Aus Frust über diesen Zustand traten 2 Fans gegen den Automaten ( ist wohl schon jedem Raucher mal passiert…) [...]
und weiter…
[...] Danach passierte folgendes: Der gesamte Parkplatz war abgeriegelt, vor Ort elf Sixpacks, fünf Streifenwagen, ein Hubschrauber, sowie eine Hundestaffel. Später stießen weitere fünf Streifenwagen hinzu [...]
* Hubschraubereinsatz zur Rettung eines Tabakautomaten
In München sollte es wegen angestrebter Sparmassnahmen sicherlich diesmal nicht zu so einer enormen Steuerverschwendung, wie bei den Thüringer Kollegen kommen und man behielt sich vor, schon mal vorrab den Bus der Ultras aus Jena zu kontrollieren um nachzuschauen, dass auch jeder genügend Zigaretten dabei hatte…
doch nun zum eigentlichen Thema…
Buskontrolle: Von hinten angefangen wurde jeder Insasse einzeln aus dem Bus gefordert. Dies zog sich ewig in die Länge. Vor dem Bus dann ein penetrantes Abtasten der USK-Beamten, alle Rucksäcke, Taschen, Geldbörsen, Zigarettenschachteln… mussten gelehrt werden. Bei dieser Durchsuchung blieb es nicht. Jeder Insasse hatte seine Personalien, auch unter Angabe von Familienstand, Beruf, und tlw. Telefonnummer anzugeben (wozu eigentlich keinerlei Verpflichtung besteht).
Siehe auch folgenden Link zum Thema: http://by.juris.de/by/PolAufgG_BY_1990_Art12.htm
Die oben genannten Sprüche waren nur Spitze des Eisbergs. Nach Rechtsgrundlagen o.ä. befragt, kamen meinst nur Grinsen oder dumme Sprüche der Beamten. Die Aktion zog sich ewig in die Länge. Einige Insassen hatten dringende Bedürfnisse. Allerdings wurde von der nummerierten Reihenfolge der Businsassen keine Ausnahmen gemacht. Einige Mädels an Board, bald von Krämpfen geplagt, konnten nur noch heulen. Als dann ein Mädel endlich, weil an der Reihe, aus dem Bus durfte, wurde auch hier noch peinlichst genau kontrolliert und abgetastet, so das Heulkrämpfe die folge waren… Dies führte beim Freund besagtem Mädel natürlich zu protesten. Da diese Proteste nicht erwünscht waren, wurde dieser kurzerhand abgeführt. In folgezeit namen schikanen mehr und mehr zu so das weitere Leute kurz oder länger in Gewahrsam waren…
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