Ultras Ultra Hooligans Hools

Infos aus der Fanszene – Die Wahrheit ist oft schmerzhaft!
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Ultras Forum

Apr
13

Erst vor wenigen Monaten – im Herbst 2011 – schien der deutsche Fußball am Abgrund zu stehen. Das Verhalten der Fans rückte deutschlandweit medial in den Mittelpunkt und zeichnete das Bild einer von Hass und Gewalt durchsetzten Fankultur. Doch was löste diese vermeintliche Gewaltspirale aus? Gemeinhin werden die sogenannten Ultras für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Wer aber sind diese „Ultras“, wo kommen sie her und welche Rolle spielen sie in der heutigen Fußballwelt? Betrachtet man die medialen Darstellungen oder fragt andere Stadionbesucher, so werden Ultras primär als Chaoten oder Gewalttäter klassifiziert.

Vielen vorgenannten Beobachtern ist dabei jedoch oft gar nicht bewusst, dass es sich bei den Ultras um eine Form des Fanseins handelt, die mit keiner Fankultur der letzten Jahrzehnte zu vergleichen ist. Oftmals werden die Ultras mit den „Schlägern“ und „Hooligans“ der 1970er und 1980er Jahre gleichgesetzt. Für andere, meist jüngere Fußballfans sind Ultras zu Ikonen geworden, zu hippen Trendsettern und nachahmenswerten Rebellen der Kurve.

In diesem lesenswerten Buch, das im Verlag Die Werkstatt erschienen ist, wird das Phänomen „Ultra“ erstmals aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Herausgeber, beide vom Institut für Fankultur, lassen neben etablierten Wissenschaftlern auch Journalisten, Fußballfunktionäre, verschiedene Fanprojekte, Politiker, Vertreter der Polizei und natürlich einige Ultras selbst zu Wort kommen . Gerade durch die unterschiedlichen Perspektiven ist es gelungen, einen ausgewogenen Einblick in das komplexe soziale Gebilde der Ultra-Bewegung zu ermöglichen.

Hierbei handelt es sich um einen Sammelband, der inhaltlich vor allem aufgrund seiner verschiedenen Perspektiven auf das Phänomen Ultras interessant erscheint. U. a. schreiben dort Ultras, Verbandsvertreter, andere Fans, Journalisten, Polizisten etc.

Und um nur einige Namen zu nennen:

·        “Commando Cannstatt”, Ultras VfB Stuttgart, Gespräch mit mir

·        Gruppengespräch diverser Angehöriger von Ultragruppen mit Fanforscher Jonas Gabler

·        Helmuth Spahn (ehem. Sicherheitsbeauftragter DFB)

·        Gerald von Gorrissen (DFB-Fanbeauftragter)

·        Michael Gabriel/Volker Goll (KOS)

·        Prof. Dr. Thomas Feltes (Wissenschaftler, Ruhr Uni Bochum)

·        Christoph Ruf, freier Journalist

·        Mike Glindmeier, Spiegel Online

·        Martin Gerster, Sportausschuss des Deutschen Bundestag

Verkaufsstart ist der 14.4. 2012

Martin Thein / Jannis Lin

Apr
10

In Reaktion auf die Vorkommnisse im Anschluss an das gestrige Landespokal-Halbfinalspiel zwischen dem Haldensleber SC und dem 1. FC Magdeburg distanzieren sich die Gremien und Verantwortlichen des Vereins entschieden gegen jegliche Art von Gewalt und damit verbundene tätliche Übergriffe sowie deren Verherrlichung. Mehrere Spieler und Angestellte des Vereins wurden nach dem Landespokal-Aus beim Verbandsligisten Haldensleben noch auf dem Spielfeld tätlich angegriffen.

Unabhängig von sportlichen Resultaten und Rückschlägen dürfen sich Selbstjustiz und Gewalt nicht als Reaktionen gegenüber Spielern, Trainern, Verantwortungsträgern und anderen Anhängern des Vereins etablieren. Der 1. FC Magdeburg verurteilt die Vorkommnisse nach dem Elfmeterschießen im Haldensleber Waldstadion. Enttäuschung und Unmut als Ergebnis der Niederlage unter den Anhängern des 1. FC Magdeburg sind nachvollziehbar und verständlich, allerdings darf dies in keinem Fall in körperliche Gewalt übergehen.

So wie von den Gremien des Vereins eine detaillierte Analyse der sportlichen Entwicklung der Regionalligamannschaft des 1. FC Magdeburg erfolgen wird, streben die Sicherheitsorgane in den kommenden Tagen eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle in Haldensleben an.

Das Präsidium des Vereins berät sich noch in dieser Woche in einer kurzfristig angesetzten außerordentlichen Präsidiumssitzung bezüglich der aktuellen sportlichen Entwicklung sowie der Ereignisse in Haldensleben.

http://www.ultras.ws/haldensleber-sc—magdeburg-%28pokal%29-080412-t11456.html#585375

Apr
04

Bullenstaat: Keine Gästefans in Hamburg

Unglaublich aber wahr – wir werden tatsächlich von Bullen regiert!

Lied Bullenstaat Ärzte

Pressemeldung:

Der Fußball-Zweitligist FC St. Pauli darf für das Heimspiel am kommenden 22. April gegen Hansa Rostock den Gäste-Fans keine Eintrittskarten zur Verfügung stellen. Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, hat das Verwaltungsgericht Hamburg am 2. April in einem Eilverfahren einen eingelegten bezüglichen Widerspruch des FC St. Pauli zurück gewiesen, “nachdem die Hamburger Polizei dem Klub untersagt hatte, 2.5000 Sitz- und Stehplatzkarten an Hansa abzugeben”.

In der Urteilsbegründung (Aktenzeichen 15 E 756/12) heißt es unter anderem -

“(…) Es ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es beim Aufeinandertreffen von Problemfangruppen beider Vereine anlässlich des Spiels am 22. April 2012 zu Ausschreitungen kommen wird (…)”, zumal die “(…) zusammengefassten Ereignisse anlässlich der letzten fünf Begegnungen der Mannschaften des Antragstellers und des FC Hansa Rostock mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erwarten [lassen], dass es anlässlich des Spiels am 22. April 2012 erneut zu einer Mobilisierung von mehreren hundert Problemfans kommen wird, die sowohl Angehörige des jeweils rivalisierenden Fanlagers als auch die eingesetzten Polizeikräfte gewalttätig angreifen werden (…) Insbesondere bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass es bei dem bevorstehenden Spiel ausnahmsweise zu einer deutlich geringeren Präsenz der Problemfangruppen kommen wird (…)”

http://ostfussball.com/keine-hansa-fans-bei-st-pauli-wohin-wegweisend-1174/

Apr
03

Wehen – Wiesbaden

Auslöser für die minutenlangen Prügelszenen in der Nordkurve der Brita-Arena war allerdings nicht etwa ein Zusammenstoß mit Anhängern der Gästemannschaft, sondern scheinbar eine konzertierte Aktion der eigenen Ordnungskräfte. Hintergrund: Am Morgen vor dem Spiel waren die Fans nach eigener Aussage aufgefordert worden, aus Sicherheitsgründen künftig keine Banner mehr am Zaum zu befestigten. Als die Anhänger sich dieser Anweisung zwar fügten, einige von ihnen stattdessen aber einen mitgebrachten Schriftzug mit der Aufschrift „Taunusstein“ in die Höhe hielten, kam es zu dem – aus Sicht der Fans – völlig überzogenen Einsatz der Ordner

„Ohne jede Vorwarnung wurde das Banner weggerissen und wahllos auf uns eingeprügelt“, berichtete später eine Anhängerin, deren Name der Redaktion bekannt ist, an dieser Stelle aber nicht genannt werden soll. Dabei habe es mehrere Verletzte gegeben, darunter auch Frauen und Kinder. Jürgen Gottfried sprach später von einem „Ausbruch von Gewalt, wie man ihn eigentlich nur aus Dresden und Rostock gewohnt ist“. Erst nachdem einige Minuten später Einsatzkräfte der Polizei einschritten und der Schiedsrichter mittlerweile das Spiel angepfiffen hatte, beruhigte sich die Situation langsam wieder.

Nach späterer Auskunft der Polizei kam es bei der handgreiflichen Auseinandersetzung zu insgesamt acht Leichtverletzten, darunter drei Ordner. Zwei Personen wurden vorübergehend in der Stadionwache in Verwahrung genommen. Gegen beide wurde laut Polizei später seitens des Vereins beziehungsweise des Stadionbetreibers Hausverbot erteilt. Zudem wurde gegen sechs Personen Strafanzeige erstattet, davon fünf Mal wegen Körperverletzung sowie einmal wegen Beleidigung.

mehr – http://www.ultras.ws/sv-wehen-wiesbaden—1-fc-heidenheim-310312-t11414-s8.html

Mrz
29

Polen geht im Kampf gegen Hooligans an die Schulen: Am Mittwoch stellte der Co-Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft (8. Juni bis 1. Juli) den Film „Kibic“ („Fan“) vor, der vor der Endrunde Jugendlichen im ganzen Land gezeigt wird. Der Film erzählt die Geschichte des Teenagers Tomek, der Teil einer Hooligan-Gang wird und keinen Ausweg aus der Spirale der Gewalt findet.

„Wenn dieser Film nur bei einer einzigen Person für ein Umdenken sorgt, hat er sich schon gelohnt“, sagte Warschaus Sicherheitschefin Ewa Gawor, die das 8700-Euro-Projekt auf den Weg brachte. In dem Film erliegt Tomek der Gruppendynamik und tötet am Ende einen gegnerischen Fan.

Nach Angaben der polnischen Polizei gibt es derzeit 5000 Hooligans in Polen.

mehr Infos aus Polen – http://www.ultras.ws/polen-t3615-s6192.html#581590

Mrz
22

Stellungnahme RWE zu den Vorfällen gegen Wuppertal

Wir berichteten bereits dazu – http://www.ultrafans.de/index.php/essen-wuppertal/

Mit Blick auf die verschiedenen Umstände und Begleiterscheinungen des Regionalligaspiels gegen Wuppertal vom Samstag, 17.03.2012 sind wir noch immer dabei, alle vorhandenen Dokumentationen und Zeugenaussagen zu sichten, auszuwerten und gemeinsam mit den beteiligten Partnern und Institutionen auszuwerten. Eine endgültige Bewertung ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Insbesondere müssen die polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden. Wir haben über eine Rechtsanwaltskanzlei Akteneinsicht beantragt.

Bei der Gesamtbewertung bitten wir alle Beteiligten um eine sachliche Beurteilung. Dazu zählt unserer Meinung vor allem, dass die unterschiedlichen Teilaspekte auch als solche zu differenzieren sind:

Für die in der Halbzeitpause im Rahmen der Würdigung von Frank Kurth erfolgte Beleidigung der Wuppertaler Fans haben wir uns bereits in aller Form entschuldigt. Es steht außer Frage, dass dies hätte nicht erfolgen dürfen.

Auch wenn es nicht – wie fälschlicherweise bei unterschiedlichen Medien behauptet – unser Stadionsprecher war, sondern ein enthusiastischer Fan, übernimmt Rot-Weiss Essen hierfür die Verantwortung. Gleichwohl erlauben wir uns den Hinweis, dass eine Kausalität zwischen den Aussagen in der Halbzeitpause und den Gewalttätigkeiten nicht herstellbar ist und sich Gewalttätigkeiten weder durch diese noch durch weitere vermeintliche Provokationen, wie z.B. Spruchbänder von Rot-Weiss Essen Fans, entschuldigen und erklären lassen.

Jede Form von Gewalttätigkeit lehnen wir generell ab und verurteilen diese auf das Schärfste.

Gewalttätigkeiten und weitere strafbare Handlungen wurden nach vorliegenden Polizeiberichten schon lange vor dem Spiel am Essener Hauptbahnhof festgestellt und durch die Polizei geahndet. Die gewalttätigen Übergriffe im Gästeblock des Georg-Melches-Stadions, bei denen ein Ordner verletzt wurde, sind in der direkten Folge nach dem verbotenen Abbrennen von Feuerwerkskörpern passiert.

Diese Feuerwerkskörper sind offensichtlich bereits vor dem Spiel trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen in den Fanblock geschmuggelt worden und sind in der 56. Minute des Spiels entzündet worden. Zum Löschen des von Wuppertaler Anhängern gezündeten Feuerkörpers wurden RWE-Ordner flankiert vom beauftragten Sicherheitsdienst in den Gästeblock entsendet, woraufhin sich ein Handgemenge und entsprechende Gewalttätigkeiten entwickelten. Der genaue Ablauf steht derzeit noch nicht fest.

Mit großem Entsetzen haben wir feststellen müssen, dass dabei ein Ordner des beauftragten Sicherheitsdienstes eine verbotene Teleskopstange mitgeführt und zum Einsatz gebracht hat. Dies wird von Rot-Weiss Essen in aller Entschlossenheit verurteilt und verfolgt. Alleine das Mitführen der Teleskopstange ist ein Vergehen und widerspricht allen Vereinbarungen und Vorschriften.

Die Geschäftsführung der beauftragten Sicherheitsfirma hat sich inzwischen bei Rot-Weiss Essen entschuldigt und die Vorfälle ebenfalls verurteilt und Verantwortung übernommen, weitere Konsequenzen und Maßnahmen werden aktuell überdacht und eingeleitet. Sie können sicher sein, dass der betreffende Ordner bei Rot-Weiss Essen nicht wieder zum Einsatz kommen wird.

Als Folge der Gewalttätigkeiten im Gästeblock kam es zu verbalen Provokationen von Besuchern des Heimbereichs, wodurch sich die Polizei nach eigener Aussage zur Reaktion veranlasst sah. Beim Einsatz von sog. Pfefferspray wurden dann Essener Fans, u.a. Frauen und Kinder, verletzt.

Unabhängig von der Klärung der Verhältnismäßigkeitsfrage bedauert Rot-Weiss Essen, dass es zu diesen Verletzungen gekommen ist. Mit Nachdruck werden wir mit den Sicherheitsträgern das Vorgehen analysieren und diskutieren und rufen Fans, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können, zur Mitarbeit auf. Hinweise werden an Rot-Weiss Essen oder direkt an die Polizeidienststelle erbeten.

Mit Freude und großer Erleichterung können wir heute feststellen, dass der verletzte RWE-Ordner nach einer geglückten ersten Operation das Krankenhaus inzwischen verlassen konnte und sich den Umständen entsprechend wohl fühlt. Eine weitere Operation in einigen Wochen ist notwendig, aktuell ist glücklicherweise aber nicht mit bleibenden Beeinträchtigungen zu rechnen.

Der Verein Rot-Weiss Essen, seine Gremien, Mitglieder und Fans wünschen dem Ordner weiter gute Besserung, wünschen ihm und seiner Familie alles Gute und stehen ihnen bei allen nachfolgenden Fragen zur Seite. Die bereits eingeleitete strafrechtliche Verfolgung werden wir unterstützen, mit Nachdruck und aller Entschlossenheit zur Aufklärung beitragen und entsprechende Konsequenzen realisieren.

Dass es zur Verletzung des Ordners und weiterer Personen gekommen ist, stimmt uns traurig und macht uns weiter fassungslos. Wir verurteilen in aller Schärfe die Gewaltausschreitungen und werden alle uns möglichen Wege ergreifen, solche in Zukunft zu verhindern. Alle Fußballfans rufen wir dazu auf, sich von Gewalttätern zu distanzieren, diese zu identifizieren, zu isolieren und so dazu beizutragen, dass es auch zukünftig friedliche und stimmungsvolle Fußballfeste geben kann.

hier gefunden - http://www.ultras.ws/rot-weiss-essen—wuppertaler-sv-170312-t11342-s56.html#578905

Mrz
21

Stellungnahme der Weekend Brothers Wolfsburg

Boykott bei Heimspielen
19.3.12 – aktuell
Am Dienstag den 13.03.2012 erreichte uns die Nachricht, dass zehn Personen aus unserem Kreis mit einem Hausverbot für Spiele der VfL Wolfsburg Fußball GmbH belegt worden sind – ausgesprochen durch die Herren Thomas Röttgermann und Wolfgang Hotze. Dabei handelt es sich nicht um ein bundesweites Stadionverbot, sondern „nur“ um ein örtliches Betretungsverbot für die Bereiche VOLKSWAGEN ARENA, das Gelände um die VOLKSWAGEN ARENA einschließlich dem Fanhaus, dem Soccer Café, dem Nordkurvensaal (an Spieltagen und bei Veranstaltungen des VfL Wolfsburg), das VfL-Stadion am Elsterweg, das Gelände des Nachwuchsleistungszentrums sowie für alle durch den VfL Wolfsburg organisierten Veranstaltungen.

In der Begründung heißt es, die Personen fielen seit Jahren durch sicherheitsbeeinträchtigendes Verhalten auf und schädigten dadurch nachhaltig das Ansehen der VfL Wolfsburg Fußball GmbH. Konkret liegen jedoch keine Anzeigen vor. Auch sind Personen betroffen, die noch nie ein Stadionverbot oder eine Anzeige im Zusammenhang mit Fußballspielen hatten. Damit ist die Vergabepraxis noch bedenklicher als bei Stadionverboten, wo bekanntermaßen eine Strafanzeige ohne Verurteilung reicht, um mit einem Stadionverbot belegt zu werden.

Das willkürliche Aussperren von zehn Personen ohne jegliche rechtliche Legitimation stellt für uns einen eindeutigen Grenzübertritt dar, den wir nicht hinnehmen werden. Schließlich werden mit dieser Praxis der Willkür Tür und Tor geöffnet. Wer definiert Verhalten, das das „Ansehen der VfL Wolfsburg Fußball GmbH schädigt“? Wer gibt uns die Gewährleistung, dass in Zukunft nicht auch beispielsweise jemand ausgesperrt wird, der Fahnen schwenkt und deswegen die Sicht von Fans beeinträchtigt? Oder reicht etwa bald die bloße Zugehörigkeit zu einer Gruppierung gemäß dem Motto „Deine Nase passt mir nicht.“, um ausgegrenzt zu werden?

In Zusammenhang mit der Aktion trat leider auch das Fanprojekt Wolfsburg in negative Erscheinung. Allein dadurch, dass es diese „Regelungen“ akzeptiert bzw. dahingehend mitarbeitet, Prognosen über Personen zu erstellen, zeigt es, dass es seinen Job verfehlt hat. Fanprojekte in ganz Deutschland stellen die Vergabe von Stadionverboten seit Jahren in Frage und nun ist unser Fanprojekt sogar daran beteiligt, wesentlich fadenscheinigere Hausverbote zu erteilen?! Mit dem sozialpädagogischen Arbeitsauftrag, der Interessensvertretung von Fans oder einfach auch Respekt und Anstand lässt sich das unserer Meinung nach nicht vereinbaren. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir dem Fanprojekt Wolfsburg immer den Rücken gestärkt haben (s. Fandemo Berlin 2010), sind wir nicht zuletzt auch menschlich extrem enttäuscht, dass man sich derart vor den Karren spannen lässt.

Was geschieht jetzt? Fakt ist, dass wir definitiv nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Ein Weitermachen wie bisher, verbunden mit einem kritischen Spruchband und ein paar Schmähgesängen in Richtung Geschäftsführung, ist für uns keine angemessene Gegenwehr mehr. Wenn wir jetzt nicht andere Maßnahmen ergreifen, würden wir nicht nur unsere Werte und Ideale, sondern auch unsere von den Repressionen betroffenen Freunde verraten. Deswegen werden Heimspiele der „VfL Wolfsburg Fußball GmbH“ ab sofort und bis auf Weiteres von uns boykottiert. Erst, wenn uns wieder auf Augenhöhe begegnet wird und man uns nicht mehr mit Füßen tritt, werden wir wieder im Stadion anwesend sein. Andere Gespräche werden nicht wahrgenommen, weil wir nicht mehr mit charakterlosen Funktionären des Plastikkonstrukts „VfL Wolfsburg Fußball GmbH“ an einem Tisch sitzen können, die keine Ahnung haben, was es bedeutet, einen Verein zu lieben.

Seit Jahren haben wir die Kröte geschluckt und mit Tränen in den Augen zugesehen, wie der Verein immer mehr seine Seele verliert. Die Hausverbote haben jetzt das Fass zum Überlaufen gebracht. Es reicht!

Ultras Liberi – Freiheit für Alle Ultras!
Weekend Brothers – Ultras Wolfsburg & Green-White Angels im März 2012

hier gefunden – http://www.ultras.ws/stammtisch-deutschland-t11231-s11280.html

Mrz
14

EM 2012 in Polen und Ukraine: Gewalt und Rassismus?

Dokumentation zum Thema Europameisterschaft 2012 :

Fazit dieser Doku:

+++Polizei ist machtlos +++ Fans wollen die Euro nicht im eigenen Land +++ Gewalt und Rassismus +++ Fanforscher Pilz: “Die brauchen eine neue Fankultur!” +++ Fanartikel und Stadionsicherheit in der Hand der Hooligans +++ “Arische Horde” sorgt für Aufsehen +++ Raub, Mord und Totschlag +++ Kriminelle und Drogendealer im Stadion unterwegs+++

Jan
27

Ein Armutszeugniss der deutschen Polizeigeschichte!

Angeblicher Grund der Absage: “Die Partie gegen Stettin wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, nachdem sich die Informationen über eine mögliche Anreise zahlreicher gewaltbereiter Fans in den vergangenen Tagen konkretisierten.”

Sprich, man sitzt lieber bei warmen Kaffee in der Dienststube, als…

Presseerklärung der Fan-Vereinigung von Pogoń Szczecin „Portowcy“

Die Fan-Vereinigung von Pogoń Szczecin „Portowcy“ distanziert sich von den Vorwürfen, dass das für den 29.01.2012 geplante Testspiel gegen Energie Cottbus aufgrund der Gewaltbereitschaft der Pogoń-Anhänger abgesagt werden musste.

Die Polizei, der FC Energie und die Medien geben an, dass sich die Informationen über eine mögliche Anreise zahlreicher gewaltbereiter Fans, welche über das Internet kommunizierten, in den vergangenen Tagen konkretisierten.

Diese Meldungen sind kurios und fernab der Realität anzusiedeln. Sich darauf zu berufen, zeugt von der Inkompetenz der Organisatoren eine Massenveranstaltung auszurichten. Die unprofessionelle Einschätzung der Sicherheitslage lässt darauf schließen, dass unsere westlichen Nachbarn aus Cottbus und die ansässige Polizei nicht imstande sind ein internationales Fußballspiel zu organisieren.

Ebenfalls verwunderlich ist die Tatsache, dass die Partie erst 4 Tage vor dem geplanten Anstoß per Fax abgesagt wurde, obwohl das Spiel bereits seit November feststand. Während das Schreiben Szczecin erreichte, hatte Energie schon einen neuen Testspielgegner aus Tschechien gefunden, was erneut Fragen über das Verhalten der Cottbusser aufwirft.

Die Fan-Vereinigung ist zutiefst empört über die Anschuldigungen aus Deutschland, die an die Pogoń-Anhänger adressiert sind. Die Fans hatten zu keiner Zeit geplant die Stadt unsicher zu machen oder Sachschäden zu verursachen. Das gemeinsame Ziel war die Fahrt zu einem Auswärtsspiel und das Anfeuern ihres geliebten Vereines um die Spieler vor dem Kampf um den Aufstieg in die Ekstraklasa zu motivieren. Dies zeigt nur, dass Pogoń immer und überall auf seine Fans zählen kann!

Der Vorstand
SKPS „Portowcy“

mehr – http://www.ultras.ws/fc-energie-cottbus-t2078-s472.html

Jan
25

Am Donnerstag, 26. Januar, strahlt SF 1 um 20.05 Uhr den Dok-Film in einer verkürzten Form aus.

Gerne hätte Alain Godet seinen neusten Streifen anlässlich einer Vorpremiere in Basel gezeigt – wie er dies schon 2005 mit seinem Film «Jung und besoffen – ein Streifzug durch die Basler Szene» getan hat. Mit seiner Anfrage blitzte er jedoch bei Guy Morins Präsidialdepartement ab. Ohne sich «Narben der Gewalt» angeschaut zu haben, erteilte Basel dem Filmemacher im Herbst eine Absage. «Bezüglich Gewalt und Fussball herrschte zur Zeit der Anfrage eine fragile Situation», begründet Melanie Imhof, Mediensprecherin des Präsidialdepartements, den negativen Bescheid. Man wollte die Diskussion um den Sicherheitsaspekt in Fussballstadien nicht weiter anheizen. Godet versteht diese Haltung nicht: «Es geht im Film ja nicht um Gewaltverherrlichung.» Hoffnung, dass der Streifen möglichst bald in Basel gezeigt und diskutiert werden kann, hat er aber immer noch: Gespräche mit dem Stadtkino sind im Gang. «Narben der Gewalt» dürfte also auch in der Stadt der Protagonisten bald zu sehen sein.

mehr – http://www.ultras.ws/tv-doku-ueber-die-basler-ultras-t11066.html#563875