Deutsche Internationalmannschaft
nicht nur ein Sommerlochfüller sondern eine interessante Diskussion auf ultras.ws…
Hier einige Kommentare
Wenn Spieler wie Özil oder Boateng in Deschland geboren sind, finde ich es völlig ok, dass sie für Deutschland spielen. In meinen Augen sind es nämlich Deutsche, auch wenn der Name es nicht erahnen lässt. Auch bei Spielern wie Klose oder Podolski finde ich es völlig ok, dass sie für unser Land spielen, schließlich stammen sie aus ehemaligen deutschen Gebieten, haben deutsche Elternteile und leben bereits seitdem sie kleine Kinder sind in Deutschland. Anders sieht es bei Spielern wie Paolo Rink oder Sean Dundee aus, die nur schnell eingebürgert wurden, um für Deutschland spielen zu können. In anderen Ländern wie England und Frankreich ist das durch die ehemaligen Kolonien schon seit Jahren üblich und normal. Und wieso sollte sich ein Özil auch für die Türkei entscheiden? Er wurde hier geboren, ist hier aufgewachsen und hat alle sämtlichen Stationen der deutschen Nationalmannschaft durchlaufen. Es wäre mehr als fraglich gewesen, wenn er sich für die Türkei entschieden hätte.
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Ein Schwein das im Kuhstall geboren wird bleibt auch sein ganzes Leben lang ein Schwein und wird keine Kuh oder? Denkt mal drüber nach! Blut ist dicker als Wasser und ein Zettel Papier macht noch lange keinen Deutschen!
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Erstmal muss man natürlich, wie Einige ja bereits angemerkt haben, differenzieren zwischen Fällen wie Özil oder Podolski auf der einen und Fällen wie Sean Dundee auf der anderen Seite. Einbürgerungen aus sportlichen Gründen finde ich gelinde gesagt zum Kotzen. Dann haben wir irgendwann Verhältnisse wie in der Leichtathletik, wo mittlerweile für alle möglichen Länder ehemalige Kenianer laufen. Wenn allerdings ein Spieler in einem Land aufgewachsen ist und die Staatsangehörigkeit hat, spricht nichts dagegen, dass er für dieses Land aufläuft. Wenn derjenige sich seinem Vaterland / Mutterland jedoch verbundener fühlen und er sich für dieses entscheiden ist das doch auch ok. Witzig finde ich teilweise sinnentleerte Argumentationen mit Blut, Rasse und Ähnlichem. Rasse ist ungleich Nation. Menschen jeglicher Rasse können ergo deutsch, amerikanisch oder türkisch sein. Aber bevor wir jetzt gleich in lange Debatten über Definitionen oder Sinn und Unsinn von Begriffen wie Volk, Land, Nation, Blut, Evolution etc. verfallen halte ich mich mal wieder etwas zurück.
PS: eins noch zu dem Vergleich “Türke-Deutscher vs. Kuh-Schwein”: Großer Unterschied, auch wenn mir klar ist, wie der Vergleich gemeint ist. Lebewesen verschiedener ARTEN können sich laut wissenschaftlicher Definition nicht paaren, unterschiedliche Rassen jedoch schon. Rassen sind sich also biologisch weitaus näher, was den Vergleich zu einem “Apfel-Birne-Vergleich” macht.
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Und ansonsten gibt es dazu nicht viel zu sagen. Ein Cacau, der aus Überzeugung die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, weil er dieses Land ehrt und sich mit diesem verbunden fühlt, der ist in meinen Augen gerne willkommen. Die Fortschritte, die er macht, sind bemerkenswert. Der Junge kniet sich rein – man muss nur mal seine Interviews von vor 3 Jahren mit heute vergleichen. Im Gegensatz zu manch’ deutschen Spielern singt er auch die Hymne mit – lobenswert. Wenn sich alle Ausländer so Verhalten würden, hätten wir einige Unannehmlichkeiten weniger… Wer an Cacau noch etwas auszusetzen hat, tut das aus Beweggründen, die hier nicht weiter hingehören. Und wenn man immer noch über ein Khedira, Boateng und Özil, die alle in Deutschland geboren wurden, diskutieren muss, dann hat man anscheinend sonst nichts im Leben.
Mehr: http://www.ultras.ws/auslaendische-spieler-in-der-%28deutschen%29-nationalmannschaft-t6900.html