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Infos aus der Fanszene – Die Wahrheit ist oft schmerzhaft!

Ultras Forum

Sep
19

Lok hilft Chemie – trotzdem Rückschlag

 

Frank Hilger, der krebskranke Anhänger der BSG Chemie Leipzig, ist tot. Er verstarb am Montag in der Uniklinik Leipzig an den Folgen einer Lungenentzündung. “Das ist umso trauriger, da die Krebsbehandlung in den USA erste Erfolge erzielt hatte, der Krebs war gestoppt. Aber der Körper war zu schwach geworden, hatte keine Kraft mehr zu kämpfen. Das Leben ist scheiße hart.”, so ein Freund von Frank Hilger. Der 1. FC Lokomotive Leipzig möchte auf diesem Wege allen Angehörigen und Freunden sein herzliches Beileid aussprechen. Wir hoffen, dass Frank, da wo er jetzt ist, mit vielen anderen Fußballverrückten bei einem kühlen Bierchen Fußball gucken kann. Ruhe in Frieden.

Rückblick:
Der 1. FC Lok Leipzig hörte im Mai vom Schicksal des schwer kranken Chemikers, der unter einer selten Form von Krebs litt. Ein Therapie war nur in den USA möglich und kostete mehrere Tausend Euro. Der 1. FC Lok ging mit gutem Beispiel voran und spendete 100,- €, viele Lok-Fans taten dies auch und spendeten ebenso. Eine Welle der Solidarität schwappte durch die Messestadt. Nun ist Sportfreund Hilger leider verstorben und was bleibt ist unsere Botschaft an alle draußen: Bleibt gesund, passt auf euch auf und helft einander.

 

hier gefunden – http://www.ultras.ws/unsere-deutschen-fussballvereine-und-mannschaften-f3/bsg-chemie-leipzig-t4773-1617.html#p736560

Sep
17

Datei Gewalttäter Sport

Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit

13.463 – So viele Personen sind im Sommer 2014 in der so genannten “Datei Gewalttäter Sport” registriert. Auch 20 Jahre nach der Einführung dieser Verbunddatei der Polizei gibt es erhebliche Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit. Betroffene werden von den Behörden nicht über einen Eintrag informiert.

Wer von der Polizei in der „Datei Gewalttäter Sport“ geführt wird, muss ein Hooligan sein. Dieser Eindruck entsteht schon wegen des Namens dieser schwarzen Liste, die immer länger wird. Im Sommer 2014 waren nach Angaben des nordrheinwestfälischen Innenministeriums bundesweit die Daten von 13.463 Menschen gespeichert – davon allein 5.513 aus NRW.

Eingetragen werden Personen, gegen die im Zusammenhang mit Sportereignissen – vornehmlich Fußballspielen – ermittelt wird. Und Personen, von denen die Polizei ausgeht, dass sie sich zukünftig an Straftaten beteiligen werden. Ein Anfangsverdacht reicht für die Aufnahme in die Datei. Das Brisante: Betroffene werden nicht darüber informiert, dass sie in einer polizeilichen Akte als „Gewalttäter“ geführt werden.

„Der Speicherung der Daten durch die Polizei liegt immer eine Maßnahme zugrunde, die offen erfolgt ist“, sagt Wolfgang Beus, Polizeipressesprecher im NRW-Innenministerium. „Eine Ingewahrsamnahme beispielsweise, die Grundlage einer Speicherung in der Datei Gewalttäter Sport sein kann, ist für die betroffene Person klar erkennbar.” Daher sei es nicht notwendig, die Gelisteten zu informieren. Außerdem habe jeder nach dem Datenschutzgesetz das Recht, bei der Polizei Auskunft über seine gespeicherten Daten, den Zweck und die Rechtsgrundlage zu erhalten. Dazu reiche es, einen formlosen Antrag zu stellen. Das System sei transparent.

Das sehen Fananwälte und Fanorganisationen anders. Ihre Kritik: Die Polizei stempelt, ohne Unterschiede zu machen, jeden Betroffenen als Gewalttäter ab und die Leute wissen es nicht einmal. Dabei kann ein Eintrag in der Datei durchaus ernste Konsequenzen haben.

hier gefunden - http://www.ultras.ws/ultra-ultrafans-und-ultras-themen-allgemein-f2/datei-gewalttater-sport-datenspiele-t11267.html#p736300

Sep
16

Gegen Red Bull – diesmal Boykott aus Bochum

Ankündigung zum Boykott der Bochumer Fanszene zum Auswärtsspiel bei Red Bull in Leipzig

http://www.ultras.ws/unsere-deutschen-fussballvereine-und-mannschaften-f3/rasenballsport-leipzig-t6307-3262.html#p736207

(…) Diese Saison sind wir nun mit dem „Verein“ aus Sachsen konfrontiert und es gilt eine Lösung zu finden, wie mit diesem oben beschrieben Produkt umgegangen werden kann bzw. muss. Für uns heißt die einzige, nach unseren Werten vertretbare Lösung, diesen Kick zu boykottieren.

Wir sind nicht so blind und möchten an dieser Stelle Schwarz-Weiß Malerei bezüglich der tollen, ehrlichen Traditionsvereinen auf der einen und dem bösen, bösen Kommerzverein RBL auf der anderen Seite betreiben. Uns ist durchaus bewusst, dass Fußballvereine in ihrer profitorientierten Ausrichtung im kapitalistischen Kontext ebenso Konzerne sind wie Microsoft und Co. Es handelt sich hierbei also nicht um eine Kritik im systematischen Sinne. Wir sind uns im Klaren darüber, dass Red Bull der selben Logik folgt wie es andere Fußballvereine tun.

Wer sich jedoch auf die Fahne schreibt, „gegen den modernen Fußball“ einzustehen, der muss diesen Slogan auch mit Leben füllen. Dies tun wir, indem wir explizit die bei RBL zu beobachtenden Auswüchse oben genannter Logik kritisieren. Auch anderswo gibt es bereits ekelhafte Symptome der Anwendung marktwirtschaftlicher Logik auf den Mikrokosmos Fußball, doch in Leipzig ist das Maß an Erträglichem schlicht voll. Auch der bisherige Umgang mit Kritikern vor Ort bestärkt uns darin, von Beginn an die Statistenrolle in diesem Schauspiel zu verweigern.

Wir möchten dabei noch einmal darauf hinweisen, dass sich dieser Protest nicht gegen die Mannschaft richtet (warum auch?), was wir ihr auch noch persönlich mitteilen werden. Ebenso sehen wir uns mit Sicherheit nicht in der Position, irgendeinem VfL Fan vorzuschreiben, ob und wie er zu diesem Spiel anreist. Wir können nur unsere Sicht auf RB und die allgemeine Entwicklung in der Bundesliga offen legen und jeden herzlich dazu einladen, sich uns anzuschließen.

Aus diesem Grund werden wir am 11. Spieltag ein Alternativprogramm für alle interessierten VfL Fans in unserer Heimatstadt veranstalten und dort das Spiel gemeinsam schauen. Weitere Informationen diesbezüglich werden sehr zeitnah folgen (…)

http://ostfussball.com/red-bull-leipzig-boykott-der-bochumer-fans-2129/

Sep
04

Polizei und Red Bull – eine feine Mischung

Dieses eindrückliche Foto von drei Polizisten, die grinsend Dosen des Getränkeherstellers Red Bull in die Kamera halten, sorgt im Internet für Häme und Verwunderung.

Das Foto dazu gibt es hier – http://www.dpolg-hamburg.de/wp-content/uploads/2014/09/squatting-days_2014-01.jpg

Bevor die Einsatzlage sich bekanntermaßen verschärfte und es „zur Sache ging“ konnten alle eingesetzten Kräfte komplett erreicht und versorgt werden. Die Bilanz des Einsatzes: 13 verletzte Kolleginnen und Kollegen, wovon einer ambulant im Krankenhaus behandelt werden musste und Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts des versuchten Totschlags zum Nachteil von Polizeibeamten.

Zuletzt gab es Meldungen aus Leipzig, wonach die Polizei wegen eines Verkehrsdelikt auf der Bundesstrasse 95 bei Red Bull anfragten, ob diese ermittelten Personen Stadionverbot bekommen sollen. Red Bull wies die Polizei an, diese Verkehrsünder nicht nach Leipzig zu lassen. Eigentlich wollten sie das Fußballspiel gegen ihren Verein im Bullenstadion verfolgen. Kein Wunder also, dass nun auch die Politik darauf aufmerksam wird.

(…) Die innenpolitische Sprecherin der Linken in Hamburg, Christiane Schneider, sagte NDR Info, dass es die Aufgabe des Dienstherren sei, die Einsatzkräfte zu versorgen. “Wenn durch Vermittlung der DPolG in Hamburg Privatfirmen wie Red Bull Polizeieinsätze, also die Ausübung hoheitlicher Tätigkeiten, sponsern und zu Werbezwecken nutzen, halte ich das für unanständig und nicht akzeptabel. Die Behörde duldet dieses Treiben schon länger, sie sollte ihm durch klare Richtlinien ein Ende setzen.” Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Antje Möller, betonte, dass es “äußerst peinlich” sei, “wenn sich eine Gewerkschaft so auf einen Sponsor einlasse, dass sie zum Vorkoster für ein neues Produkt” werde (…)

hier gefunden – http://www.ultras.ws/ultra-ultrafans-und-ultras-themen-allgemein-f2/bundesweite-kampagne-nein-red-bull-t13625-49.html#p734642

Sep
02

Auf Red Bull pfeifen

Selbst in der 1. Bundesliga ist der Protest gegen Red Bull angekommen.

Neueste Meldungen zu Red Bull
(…) Lange wurde der Boykott der Braunschweiger Fanszene bei Red Bull in Leipzig am 13. September angekündigt, nun wurde auch für den bisher nicht genehmigten Public Viewing ein Ersatz gefunden. Im gleichen Atemzug wurde auch ein sofortiger Verkaufsstopp des Energydrink Red Bull in der Sportsbar von Eintracht Braunschweig angeordnet.

“Es sei ein Widerspruch sondergleichen, dass die Eintracht-Fanszene derzeit so engagiert versucht, sich gegen den Einfluss von Firmen wie Red Bull im deutschen Fußball zu wehren und parallel direkt vor der eigenen Haustür dieses Getränk zu verkauft wird.” (…)
http://ostfussball.com/red-bull-leipzig-boykott-der-braunschweiger-fans-2120/

Sep
01

Krawalle in Berlin

Nach einem Zweitbundesligaspiel in Köpenick (1. FC Union Berlin – 1. FC Nürnberg 0:4) kam es zu einer Auseinandersetzung von Anhängern beider Mannschaften. Gegen 20.30 Uhr gerieten zunächst 30-35 Personen in der Friedenstraße in Streit. Polizisten griffen ein um die Rivalen zu trennen und sahen sich schnell einer rund 100-köpfigen Gruppe gegenüber. Die Beamten mussten die Beteiligten mittels körperlicher Gewalt, auch unter Einsatz des Mehrzweckstocks, trennen. Zwei Zivilpolizisten wurden während der Auseinandersetzung verletzt. Einer von ihnen kam in ein Krankenhaus.
In der Bahnhofstraße bedrängten gegen 20.45 Uhr rund 60 aggressive „Fußballfans“ die eingesetzten Polizeibeamten und bewarfen sie mit Flaschen und Steinen. Die Polizisten setzten daraufhin Pfefferspray ein. Drei Beamte erlitten bei den Angriffen leichte Verletzungen.

Am gleichen Abend kam es nach einem Regionalligaspiel (BFC Dynamo – 1. FC Union Berlin II 1:3) in Prenzlauer Berg ebenfalls zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fans. Bereits im Stadion und nach Spielende gegen 21 Uhr während des Abstroms zum S-Bahnhof Greifswalder Straße und zum U-Bahnhof Eberswalder Straße, beleidigten und bedrohten sich die Gruppen. Mehrfach mussten Polizeibeamte dazwischen gehen und die aggressiven Parteien trennen. Zwei Beamte erlitten Verletzungen. Um die rivalisierenden Fangruppen auseinanderzubringen, setzten die Beamten Mehrzweckstöcke und Reizstoffsprühgeräte ein. Diensthunde wurden ebenfalls hinzugezogen, um die Parteien auseinanderzuhalten. Ein aggressiv agierender Mann wurde hierbei von einem Diensthund gebissen, entfernte sich jedoch, ohne dass bekannt wurde ob er hierbei eine Verletzung erlitten hatte.

hier gefunden – http://www.ultras.ws/ausschreitungen-beim-fussball-fuszball-krawalle-f1/fcu-fcn-bfcd-fcu-t13650.html

Aug
25

T-Shirts mit der Aufschrift “Gegen Red Bull” passen nicht in die heile Welt des Dosen-Imperiums, deshalb werden sie auch kurzerhand in Leipzig verboten. Zustände an die man sich nun auch wieder in Deutschland gewöhnen muss, nachdem im Jahre 1989 die Menschen gerade in dieser Stadt für Meinungsfreiheit mutig auf die Straße gegangen sind.

So berichtet Faszination-Fankurve:

“Beim Auswärtsspiel in Leipzig mussten die Fans von Erzgebirge Aue vor Betreten des Gästeblocks T-Shirts mit der Aufschrift „Gegen RB – Smash commercial football“ ausziehen. Im Interview von Sport im Osten im MDR wollte Ralf Rangnick dazu keine Stellung nehmen. Dies beklagen zahlreiche Fans aus dem Erzgebirge. Die Aue-Fans mussten die T-Shirts am Eingang abgeben. Ralf Rangnick wurde von den MDR Reportern dazu befragt, wollte aber kein Statement abgeben. Bereits beim B-Jugendspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund wurde eine BVB-Zaunfahne mit der Aufschrift „Tradition schlägt Moderne“ in der Red Bull Arena abgehangen. Die T-Shirts, die die Aue Fans trugen, wurden innerhalb der Fanszene von Erzgebirge Aue kurz nach der Gründung von RB Leipzig produziert und erfreuten sich auch in anderen Fanszenen einer großen Beliebtheit.

http://ostfussball.com/gegen-red-bull-smash-commercial-football-2115/

Aug
18

Im Zusammenhang mit dem am Sonntagnachmittag stattfindenden Pokalspiel waren bereits am Samstag zwischen 200 und 300 Fans aus Düsseldorf angereist, von denen 60 bis 100 als gewaltbereit eingestuft waren. Auf deren Ankunft hatte sich die Würzburger Polizei mit Verstärkung von Beamten aus Schweinfurt entsprechend vorbereitet. Die Fans hatten sich dann in den Abend- und Nachtstunden vorwiegend auf Würzburger Gaststätten verteilt. Hier kam es lediglich zu szenetypischen Auffälligkeiten wie Fangesängen. Die starke polizeiliche Präsenz konnte zunächst schwerwiegende Sicherheitsstörungen verhindern.

In einem Lokal in der Würzburger Innenstadt waren dann einige der Fans aufgetaucht und hatten dort diverse Gläser mitgenommen oder dann vor Ort auf die Straße geworfen. In dem Chaos, das in dem Lokal herrschte, drangen einige Fortuna-Fans durch die Küche in einen Vorratsraum ein und entwendeten eine noch unbekannte Zahl an hochprozentigen Alkoholika.

Kurz danach stellten Polizeibeamte eine Person mit offensichtlichem Diebesgut aus dem Lokal. Als der Beschuldigte dann zum Dienstfahrzeug gebracht wurde, eilten zahlreiche Fans herbei und befreiten den mutmaßlichen Dieb. Dabei wurde ein Polizeibeamter durch Splitter einer Glasflasche im Gesicht verletzt.

Gegen 01:00 Uhr kam es dann in der Juliuspromenade zu gewalttätigen Ausschreitungen. Hier schlugen sich etwa 30 Fans aus Düsseldorf mit ca. 15 Nürnberger Fans, die völlig überraschend angereist waren. Dabei wurden als Tatwerkzeuge Stühle von Lokalen, Stöcke, Stangen und Flaschen benutzt. Bis zu 200 johlende Personen begleiteten die Auseinandersetzung. Eingesetzte Polizeibeamte wurden angegriffen und mussten die Trennung der Fußballfans auch unter Einsatz von Pfefferspray durchsetzen.

hier gefunden – http://www.ultras.ws/ausschreitungen-beim-fussball-fuszball-krawalle-f1/nurnberg-dusseldorf-wurzburg-t13634.html#p732236

Aug
13

Die volle Kontrolle…

In Ungarn schon möglich – Készítette: Horváth Gergely

Na auch schon Lust auf einen Besuch im Stadion der Zukunft nach diesem Werbeclip für Handscanner als Einlaßkontrolle bekommen?

Hier gefunden – http://www.ultras.ws/ultra-ultrafans-und-ultras-themen-allgemein-f2/stammtisch-deutschland-t11231-13965.html#p731626

Jul
28

Saalefront Ultras Verbot

Was sonst noch so in Halle los war..

Zum heutigen Heimspiel jedoch durfte sie ihren gewohnten Platz in der HFC-FANKURVE nicht mehr einnehmen, ebenso wie die Gruppenartikel der Saalefront nicht im Stadion vertreten waren. Ein „Symbolikverbot“, was letztlich einem Gruppenverbot gleich kommt. Vergessen die unzähligen schönen Momente. Vergessen die ganze Arbeit zur positiven Entwicklung der Fanszene. Vergessen auch die Kommunikation vergangener Tage. Nach dem 14. Mai 2014 bleiben nur die schlechten Momente in Erinnerung. Was bleibt, ist ein Verbot, welches nun die Zeilen der Hetzblätter füllt und auch die Internetforen und soziale Netzwerke explodieren lässt.

Wir wollten die Situation am heutigen Tage aber nicht eskalieren lassen und nahmen uns daher bewusst zurück. Als Gruppe waren wir heute ebenso wenig präsent, wie unsere Zaunfahne, unser T-Shirt und unser Schal. Auch die HFC-FANKURVEN Fahne oder das Feuer & Flamme suchte man vergeblich. An Schwenkfahnen oder eine Choreo war nicht zu denken. Infostände, organisierter Support, alles mit einem Schlag verschwunden! Doch auch im Stadionumfeld war heute einiges anders als sonst: Keine Bratwurst, kein kühles Blondes und keine Antwort auf eure vielen Fragen von euch am Fanhaus. Keine Shirts, keine Aufkleber, keine Lektüre oder Schals. Einfach nichts!

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die vielfach entgegengebrachte Solidarität bzw. Gesprächsbereitschaft der zahlreichen Fanclubs, Fans, Spielern und sogar Sponsoren in den letzten Tagen und Wochen. Wir bedanken uns darüber hinaus für die Aktionen im Stadion, an dessen Planung wir uns jedoch bewusst nicht beteiligt haben. Wir bedanken uns für den schweren Verzicht der eigenen Fanclubfahnen zum heutigen Spiel. Wir bedanken uns für die vielen wohltuenden Worte. Sie zeigen, dass die hallische Fanszene nicht tot ist!

So schwer die Situation für uns aktuell auch sein mag, so ist es doch bemerkenswert, wie HFC-Fans auch in diesen Zeiten noch zusammenrücken, wenn es darauf ankommt. Doch widmen wir uns nochmals voll und ganz der Ausgangsfrage: Was wäre, wenn morgen nicht nur die Saalefront, sondern auch ein x-beliebiger anderer Fanclub von jetzt auf gleich aus dem Stadion verbannt wird, weil einzelne Mitglieder nicht dem angestrebten Saubermann-Image entsprechen? Was wäre, wenn der Fan auch in Zukunft nur ein lebloses und verwaistes Fanhaus vorfinden würde? Was wäre, wenn Choreos im KWS in Zukunft einfach nicht mehr stattfinden, da es der organisierenden Gruppe nicht mehr gestattet wird? Was wäre, wenn im KWS die einst so gelobte Stimmung einfach nicht mehr vorhanden wäre? Was wäre die HFC-Fankurve ohne Fahnen, Trommeln und Gesang überhaupt?
Was nützt ein tiefer Graben, der sich mittlerweile durch die komplette HFC-Fanlandschaft zieht und die Lager spaltet? Was sollen wir alle von einem Gegeneinander statt einem Miteinander haben? Ist es nicht an der Zeit, nun einen offenen Dialog mit allen Parteien zu führen? Gemeinsam unaufhaltsam, war das nicht ein Spruch, mit welchem sich vor nicht allzu langer Zeit noch alle identifizieren konnten? Über Jahre gereifte Fanszenestrukturen, eine lebhafte und kreative Fankultur, welche ebenso mühsam Stück für Stück aufgebaut wurde – soll das jetzt alles einfach nicht mehr sein?

Saalefront Ultras. 26. Juli 2014

http://www.saalefront.de/blog/?p=3849