Pierfrancesco Favino : Cobra
Filippo Nigro : Negro
Andrea Sartoretti : Carletto
Marco Giallini : Mazinga
Roberta Spagnuolo : Maria
Domenico Diele : Adriano
ACAB ist ein interessantes Thema für eine Verfilmung – es ist die “englische Abkürzung des Ausdrucks” All Cops Are Bastards “, in Italien sagt man auch – alle Bullen sind Bastarde. “ACAB” ist nun mit dem Titel eines italienischen Films von Cattleya Produktion , was zusammen mit dem Französisch Babe Films produziert wurde.
Der Streifen basiert auf dem Roman von Carlo Bonini, welcher nach wahren Begebenheiten geschrieben wurde. Es erzählt die Geschichte von drei Polizisten der Abteilung Celer Cobra Negro und Mazinger, gewöhnt an die Straße und die gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Ultras und anderen Staatsfeinden. Im Film werden auch die Vorfälle beim G8 in Genua und Lazio-Fan Gabriele Sandri Tod neu beleuchtet.
M. Klose (Spitzname Panzer od. auch Bomber) scheint nun bei SS Lazio Rom so richtig angekommen zu sein…
(…) Mit einem Transparent mit der Aufschrift «Klose mit uns», das offensichtlich an die Militärparole «Gott mit uns» aus der Nazi-Zeit erinnern sollte, verherrlichten einige rechtsradikale Anhänger den deutschen Siegtorschützen Miroslav Klose. Damit keine Zweifel aufkommen konnten, woran die Lazio-Tifosi tatsächlich dachten, hatten sie die beiden «S» in dieser Wendung auch noch als Runen-S geschrieben, wie Hitlers Elitetruppe «SS» das damals tat. (…)
(…) Das diesjährige Derby wurde von den schweren Krawallen bei der Occupyrome Demonstration überschattet. Es stand lange zur Diskussion, ob man das Derby stattfinden lässt oder nicht. Am Ende hat man sich dazu durchgerungen, das Spiel stattfinden zu lassen. Mit Sicherheit hat auch der Gedanke eine Rolle gespielt, dass es aus Wut ebenfalls zu Krawallen kommen würde. Die Kartensituation hat sich diese Saison anders dargestellt, als sonst. Lazio hatte Heimrecht, somit war für die Roma Fans lediglich die Curva Sud und die Monte Mario Tribüne zugänglich. Zum Ärger der Tifosi waren die Karten für die Curva Sud im freien Verkauf innerhalb von einem Tag vergriffen, da Dauerkartenbesitzer ein Vorkaufsrecht genossen und so hatte man nur noch die Möglichkeit Karten für die Monte Mario Tribüne zu kaufen, welche 110 Euro für Vollzahler gekostet haben. Diese Preispolitik ist auch dafür verantwortlich, dass Fußball in Italien kein Volkssport mehr ist, zu dem man mit der Familie geht.
(…) Von der verstärkten Polizeipräsenz war jedoch nichts zu spüren. Vor den Bier und Imbissbuden am Obelisk, die traditionell in Roma Hand sind, hatten sich gegen 19 Uhr ca. 300 Roma Anhänger versammelt. Bis auf ein paar kleinere Scharmützel, bei denen ein Lazio Schal verbrannt wurde, war es sehr friedlich. Es wurde jedoch vergeblich versucht eine Gruppe zu mobilisieren, und in Richtung Polizei und in Richtung des Lazio Eingangs zu gehen. Nachdem eine kleine Gruppe mehrfach versucht hat, die Gruppe zu mobilisieren, hat sich die komplette Gruppe ins Stadion begeben. Im Eingansbereich der Curva Sud, wurden sehr harmlose Durchsuchungen durchgeführt, was erklärt wie die sehr Rauch lastige Pyrochoreo zustande gekommen ist. Aus der anderen Seite, scheint es wohl auch strengere Kontrollen gegeben zu haben, da mehrere Stadionverbote ausgesprochen wurden, gegen Tifosi, die versucht haben Pyrotechnik ins Stadion zu „schmuggeln“. Ein Tifoso wurde von der Polizei sofort verhaftet, da er versucht hat in seiner Socke ein Messer mit ins Stadion zu bringen.
(…) Im Anschluss des Spiels zeichnete sich das gleiche Bild, wie vor dem Spiel. Etwa 100 Romanisti haben sich wieder gesammelt. Durch mangelnde Koordination konnte man sich jedoch nicht einigen, in welche Richtung man sich begeben soll, um zu den Lazio Anhängern zu kommen. Ein Teil der Gruppe splittete sich ab und ging über den Tiber und in Richtung Norden zur Milvio Brücke. Dort trafen die Romanisti dann auch auf Lazio Anhänger und lieferte sich eine Schlägerei, die aber wieder schnell beendet war, so dass die Polizei nur eine leere Brücke vorfand.
Die so genannte 50+1-Regel soll im deutschen Fußball verhindern, dass Investoren die Mehrheit an den als Kapitalgesellschaften organisierten Clubs erlangen. Damit soll eine Einmischung der Kapitalanleger in das Tagesgeschäft untersagt werden. Der bisher geltende Paragraf 8, Absatz 5 der Satzung des Ligaverbandes wurde nun für alle Investoren aufgehoben und somit das Ende von “50+1″ spätestens auf das Jahr 2031 verlegt.
«Über Ausnahmen vom Erfordernis einer mehrheitlichen Beteiligung des Muttervereins nur in Fällen, in denen ein Wirtschaftsunternehmen seit mehr als zwanzig Jahren vor dem 1.1.1999 den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat, entscheidet der Vorstand des Ligaverbandes.»
Die Ausnahmeregelung gilt nur für alle, so gesehen gerecht für die deutschen Vereine. Bisher dürfen nur Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg mehrheitlich im Besitz von Konzernen sein. Leider aber auch ein Sieg für den Einzug des Modernen Fußballs. Tor oder Eigentor? Gibt es nun bei uns schon bald soche Zustände wie in England, Italien oder Spanien? Wahrscheinlich ja…
Was ist denn an Cesena, Lecce und Co noch so toll? 3,4x im Spiel wirds kurz laut und dann ist es geil aber zum Großteil ist das nichts besonderes mehr.
Der Unterschied zur Zeit vor Raciti und bis zur letzten Saison war schon extrem aber jetzt der Unterschied zu letzter und dieser Saison, das ist eine Katastrophe.
Ascoli zurück? Wo denn? Auswärts mit einigen Tesserati am Start und daheim ist es doch eher mau was da abgeht. Pescara müsste bei der Tabellensituation eig. ähnliches los sein wie letztes Jahr stattdessen standen die Rangers kurz vor der Auflösung und machen jetzt krampfhaft im Unterrang weiter.
Bari und die beiden aus Genua (doria aber ne blöde Situation mit UTC auf der Nord) lass ich mir noch gefallen zu Palermo kann ich nichts sagen, aber da war letzte Saison nicht wirklich der Bär am steppen und kann es mir eig. schwer vorstellen das es mit Tessera besser wurde.
Brescia? Fand ich schon in der “guten” Zeit nicht wirklich toll, zu zerstritten. Gemeinsam (Nord+Sud) wäre da sicher was möglich. Milan? Ja all die tollen Bilder jedes WE von ihren Pyros.
Und über meine Roma will ich gar nicht erst sprechen, die Sud sowas von verdünnt mit normalen Tifosi… Sicher ist der Tifo punktuell noch ganz gut.
Napoli finde ich aktuell schwer zu beurteilen die Pyroshows mögen nett aussehen, die Stimmung auch Phasenweise gut aber man muss beachten das in Neapel im Moment auch große Euphorie herrscht.
Toro kann ich so bestätigen, auch klasse wie sie nach Novara trotz Verbot ohne Tessera gefahren sind und letztendlich ins Stadion kamen. Solche Aktionen wünscht man sich öfter.
Finde die Szenen unterklassig noch stellenweiße gut erhalten aber in A, B und zum Großteil auch in C haben die Repressionen seit dieser Saison nochmal extrem zugenommen. Es vergeht kaum noch ein Tag ohne irgendwelche Hausdurchsuchungen und neuen DASPO.
Und der Vergleich zum Deutschland hinkt sowieso.
Selbst eine ital. Kurve ohne Ultras hat wohl noch mehr Ausstrahlung wie eine durchschnittliche deutsche Kurve mit ner Handvoll Ultras und nem Rest der Kurve der es Maul nicht aufbekommt und pfeift wenn mal ein Bengalo brennt.
Am interessantesten sind meiner Meinung nach wirklich die “Zwangsabsteiger” wie SAMB, Ancona oder auch Avellino (hier zwar einen großen Verlust an Masse aber die Leute die ncoh in der Sud stehen liefern einen sehr guten Tifo)
Ein Gericht in Genua hat am Dienstag vier serbische Hooligans zu langen Haftstrafen verurteilt. Der mutmaßliche Rädelsführer Ivan Bogdanov muss für drei Jahre und drei Monate hinter Gitter. Das Quartett hatte am 12. Oktober vergangenen Jahres den Abbruch der EM-Qualifikationspartie zwischen Italien und Serbien provoziert. 17 Menschen waren bei den Gewaltexzessen verletzt worden. Die UEFA wertete das Spiel mit 3:0 für Italien.
Gegen drei weitere Serben sprach das Gericht Haftstrafen von drei Jahren, zwei Jahren und acht Monaten sowie zwei Jahren und sechs Monaten aus. Es folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger der Serben hatte der Justiz vorgeworfen, mit zweierlei Maß zu messen: “Wären sie keine Serben, hätten sie nicht bereits fünf Monate im Gefängnis gesessen”, so Anwalt Riccardo Di Rella.
Die Partie war am 12. Oktober nach sieben Spielminuten abgebrochen worden. Dem Verurteilten Bogdanov war vorgeworfen worden, die Ausschreitungen in der Hafenstadt herbeigeführt zu haben. Vermummt habe er im Stadion Marassi die serbischen Hooligans dazu aufgehetzt, Feuerwerkskörper auf das Spielfeld zu werfen und die Sperrgitter zu durchbrechen.
Bogdanov bestritt jedoch zunächst vermutete politische Motive. Ziele der Randale seien vielmehr ein serbischer Funktionär und insbesondere Nationaltorwart Vladimir Stojkovic gewesen, der seit seinem Wechsel von Roter Stern Belgrad zu Erzrivale Partizan bei vielen Fans als Verräter gilt. Den Abbruch habe Bogdanov nicht beabsichtigt.
Das serbische Team musste Italien nach dem Abbruch die Punkte kampflos überlassen, der serbische Verband 120.000 Euro Strafe zahlen und ein Spiel vor leeren Rängen austragen. mehr: http://www.ultras.ws/serbien-t955-s808.html#419570
Ein Fest anlässlich des 111. Jubiläums des Traditionsvereins Lazio Rom auf einem Hauptplatz in Zentrum von Rom ist am Samstagabend in Auseinandersetzungen zwischen Hooligans und der Polizei ausgeartet. Hunderte Randalierer setzten Müllcontainer in Brand, schlugen die Fensterscheiben von Geschäften und Banken ein und warfen Molotow-Cocktails. Die Polizei griff gegen die rund 400 vermummten Randalierer ein, die die Sicherheitskräfte mit Steinen bewarfen. Eine Person wurde verhaftet, weitere zehn Hoolingans wurden angezeigt, berichteten italienische Medien.
Letzte Woche:
Ein hoher Funktionär des des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom ist bei Krawallen nach dem Pokal-Derby gegen den Stadtrivalen AS am Mittwochabend verletzt worden. Maurizio Manzini, Assistent des Sportdirektors, wurde bei den Krawallen nach der 1:2-Niederlage Lazios durch Splitter einer zerbrochenen Fensterscheibe des Mannschaftsbusses verletzt.
Roma-Ultras hatten den Bus mit den Steinen beworfen. “Ich hatte Glück, dass ich eine Brille aufhatte, sonst wären die Splitter direkt in meinem Auge gelandet”, sagte Manzini. Bei weiteren Auseinandersetzungen wurde ein 15 Jahre alter Lazio-Fan sogar mit einem Messer verletzt und die Klinik eingeliefert. Schon vor dem Derby war es zu Ausschreitungen gekommen, dabei waren vier Personen festgenommen worden.
Mit den Ultras hat sich im Fußball eine neue Fankultur etabliert. Auch in den Medien taucht sie vermehrt auf. Meist jedoch mit Negativschlagzeilen über Gewalt oder andere Regelverstöße. Jonas Gabler zeichnet ein anderes Bild dieser Bewegung. Er erläutert ihre typischen Merkmale: Die neue Form, das jeweilige Team zu unterstützen; das intensive Gruppenleben; die besonderen Regeln und Kodizes; das Engagement gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs. Gabler zeigt auch die positive Wirkung der Ultras in Deutschland beim Zurückdrängen rechtsextremistischer und rassistischer Handlungen in den Stadien. In Bezug auf Gewalt ist sein Urteil dagegen nicht so eindeutig. Er belegt das ambivalente Verhältnis der Ultras zu Gewaltanwendung und zeigt, dass sich dieses Problem zunehmend verschärft hat. Doch ist durch die Gegenmaßnahmen der Vereine, der Verbände und der Polizei Besserung zu erwarten? So nimmt er Bezug auf ein weiteres Merkmal der Ultrabewegung: ihr organisierter Protest gegen Repression. PDF
Kritik aus dem Forum von Ultras.ws:
Das Buch ist empfehlenswert. Auch wenn die Veröffentlichung schon ein paar Monate auf dem Markt ist. Es ist die erste wissenschaftliche Aufarbeitung die mich wirklich selbst mal positiv überraschte, da eben auch wirklich auf die Geschichte, den gesellschaftlichen Werdegang, die Politik etc. eingegangen wurde. Sei es in Deutschland oder Italien. All den obercoolen Säuen hier würde die Lektüre gut tun. War für mich mit Tiffare Contro das Highlight am Büchermarkt dieses Jahr.
Das große Manko ist allerdings, und das werf ich bei allen solchen Büchern ein, es wurde nicht wirklich mit Szenen geredet. Es werden als Quellen, Stellungnahmen und viele Fanzineberichte, allen voran BFU, genannt. Keineswegs sind das schlechte Quellen, doch warum nichtmal die Leute selber ansprechen oder andersrum gefragt, wieso steht keine Szene bei sowas wirklich zur Verfügung?
‘Ultras boys’ – eine Fangruppe von Delije (Heroes).
Der Typ, der auf den Fotos zu sehen ist, mit dem ‘Cetnici Sever’ (Cetniks Nord) T-Shirt heißt Ivan Bogdanov, wurde gestern verhaftet.
Die Hools (ich würd sie mal so nennen hier) haben Vladimir Stojkovic (den Nationaltorhüter und den aktuellen Torhüter von Partizan Belgrade) im Mannschaftsbus angegriffen und sie haben eine Fakel in den Bus geworfen. Sie sind auf Stojkovic sauer, der auch Morddrohungen erhielt, da diese früher für Rotern Stern gespielt hat und nach paar zwischen Stopps nun bei Partizan gelandet ist und somit (in ihren Augen) einen Verrat begangen hat.
Am 23.10 findet das Dervy zw. Partizan und Roter-Stern am Marakana Stadion statt…Kommentar