Der 19 Jahre alte Wesley van W., der am Dienstag mit seiner Torwartattacke den Abbruch des niederländischen Pokalspiels zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar verursacht hatte, ist ein alter Bekannter der Polizei und Justiz. Im Frühjahr hatte der Hooligan, dem in Amsterdam im Vorjahr ein Stadionverbot von drei Jahren auferlegt worden war, eine kurze Strafe wegen Hehlerei abgesessen. Das schreibt die Tageszeitung De Volkskrant. Zudem hat er an seinem Wohnort in Almere Hausverbot in einem Supermarkt, weil er dort in der Getränkeabteilung auf Flaschen uriniert hatte.
Ajax Amsterdam verlängerte unterdessen das gegen Wesley van W. verhängte Stadionverbot von drei auf 30 Jahre. Somit darf er sich an Spieltagen nicht im und am Stadion sowie in der Amsterdamer Innenstadt aufhalten. Es ist das längste Stadionverbot, das Ajax jemals ausgesprochen hat. Über ein landesweites Stadionverbot entscheidet in den nächsten Wochen der niederländische Fußball-Verband KNVB.
Unfassbar – das Pokalspiel zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar wurde in der 36. Minute abgebrochen. Ein 19 Jahre alter Ajax-Fan war beim Stand von 1:0 für die Gastgeber auf das Spielfeld gestürmt und griff AZ-Schlussmann Alvardo Esteban an.
Dieser schlug den Angreifer und sah vom Schiedsrichter die Rote Karte. Daraufhin weigerten sich die Gäste die Begegnung fortzuführen. Der Schiedsrichter brach das Spiel dann ab.
Nürnberger Fans stürmen mit Metallstangen nach dem Spiel den Platz in Richtung der Fürther Anhängerschaft. Die Polizei geht schnell dazwischen und verhindert Schlägerein .
Nun eigentlich logische Konsequenz durch den DFB – Ausschluß für Nürnberg aus dem DFB- Pokal der nächsten Spielzeit (siehe Dynamo Dresden). Denn man will ja nun unbedingt hart durchgreifen…
Schützt der DFB die TSG Hoffenheim im Fall der Körperverletzung?
Man könnte es fast vermuten, denn seit Monaten ist es ruhig im Fall um die böswillige Störattacke bei der TSG Hoffenheim geworden. Und während man sonst mit der Bestrafung recht schnell beim Deutschen Fußball-Bund zur Sache kommt, ziehen sich die Ermittlungen beim “Gutmenschen-Verein” des Milliardärs Dietmar Hopp plötzlich so lang wie ein Kaugummi. Da kommt schnell bei vielen fußballbegeisterten Menschen dieses Landes der Verdacht auf: “Schützt der DFB die TSG Hoffenheim im Fall der Körperverletzung?”
Bei meheren Heimspielen, so unter anderem gegen den FSV Mainz 05, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln, hatten der emsige Hausmeister und sein Helfer die gegnerischen Anhänger mit Hochfrequenztönen aus einer selbstgebauten Schallkanone bombardiert. Die Dortmunder Fans erstellten schließlich Anzeige, nachdem mindestens ein Zuschauer einen Hörsturz durch diese Anlage erlitt. Der Mäzen Dietmar Hopp will natürlich davon nichts gewusst haben. Wer’s glaubt, wird seelig, denn bei einer Größe des Gerätes – 1.30 Meter auf einem rollbaren Untersatz geschraubt und mit 60 Kabeln an das Stromnetz des Stadions angeschlossen – sind solche Aussagen kaum vorstellbar!
Doch wann kommt der DFB endlich zu einer angemessenen Strafe wegen Körperverletzung gegen die Verantwortlichen der TSG Hoffenheim? Zuletzt wurde die SG Dynamo Dresden wegen Abbrennen von Pyroartikel in Dortmund zum Ausschluss aus dem DFB-Pokal verdonnert, St. Pauli wegen einem Becherwurf aus Plaste recht schnell mit Platzsperre belegt. Angemessen wäre im Vergleich zu den beiden anderen genannten Bestrafungen gegen Dresden und Hamburg, mit durchaus geringeren Auswirkungen für Leib und Seele, ein Zwangsabstieg aus der Bundesliga – oder sehen wir das etwa falsch? Lieber DFB, handeln Sie endlich und lassen Sie die Täter nicht ungeschoren davon kommen.
„Wir sehen derzeit keine Möglichkeit, unser Sponsoring des F.C. Hansa Rostock über die laufende Saison hinaus zu verlängern. Die regelmäßigen Ausschreitungen schädigen nicht nur die Reputation des Vereins, sondern auch die der Sponsoren.“
In dem Video sieht man, wie mit Signalmunition in den Gästeblock, der mit rund 2.400 Gästen komplett gefüllt ist, geschossen wird. Resultat dieser Eskalation war eine etwa 10 minütige Pause, in der die Spieler in ihre Kabinen flüchteten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand bei dem Beschuss. Folgenlos bleibt dieser Gewaltausbruch nicht, Strafen werden kommen, weiteres steht jedoch noch nicht fest. Unter Standing Ovations und lautstarkem Beifall wurde die Aktion durch einen Großteil der Rostocker Zuschauer gebilligt.
Nächste Frage: Wann steigt Veolia bei Dynamo Dresden aus? Schon heute könnte ein Sperre durch den DFB im Pokalwettbewerb der nächsten Spielzeit wegen der Ausschreitungen beim Spiel in Frankfurt ausgesprochen werden. Ein spezielle Klausel im Vertrag könnte dem Umweltdienst sogar einen sofortigen Ausstieg bei den Sachsen ermöglichen.
Gestern beim Pokalspiel zwischen dem FFC Viktoria und dem SV Babelsberg 03 kam es zu größeren Rangeleien schon vor dem Anpfiff im Stadion. Ca. 50-60 Viktoria Sportsfreunde (Unioner u. Cottbuser) waren da und ca. 200-250 Babelsberger. 30 min vor Anpfiff zündeten die Franfurter mehrere Bengalos in der “Loge” und schossen eine Leuchtkugel in Richtung der Babelsberger und wollten übers Spielfeld den Babelsberger Block angreifen. Die Cops hatten das relativ schnell unter Kontrolle. Dann ca. 10 min. später griffen die Franfurter von der anderesn Seite des Stadions an dabei sind einige Franfurter zu Boden gegangen aber es war ein faires Match!!
Das ganze Spiel wurde begleitet von ordentlich Pyro von den Babelsbergern und Pöbeleien ohne Ende. Die Franfurter hatten kurzzeitig mal Sprechchöre und 3-4 Bengalos und mehrere Vogelschreck, aber das war es dann auch.
Babelsberg 03 spielt in der 3. Liga und der FFC Viktoria ’91 in der Brandenburgliga. Die Fans des SV Babelsberg 03 sind links und Franfurter rechts gesinnte Fans, daher wahrscheinlich auch diese tollen Sachen!
Sie schimpfen und wettern auf die Ultras, welche konstruktiv mit dem DFB über die Zulassung von Pyrotechnik im Stadion an einem Tisch diskutieren wollten. Nie hätte es eventuelle Zusagen für ein kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik von Pyrotechnik in den deutschen Stadien gegeben! Die Rede ist von den alten Männern, welche tatsächlich unseren deutschen Fußball-Verband führen. Leiden die Verantwortlichen an der Alzheimer Krankheit oder sind es einfach nur Lügner?
“Der DFB und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) weisen den Vorwurf entschieden zurück, die Faninitiative ‘Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren’ getäuscht und falsche Hoffnungen geweckt zu haben”, schrieb der DFB in einer Presseerklärung am 9. September.
FALSCH-GELOGEN!
Am 7. Juni gab es auf einer Sitzung zwischen den Parteien einen Konsens, dass es ab Ende August zu ersten Pyrotechnik-Pilotprojekten kommen könnte. Dies geht aus internen Sitzungsprotokollen hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegen.
(…) Darin sind Möglichkeiten zur Legalisierung von Pyrotechnik protokolliert, die Helmut Spahn (Ex-Sicherheitschef DFB), Gerald von Gorrisson (Leiter der Fananlaufstelle des DFB) und Thomas Schneider (Fanbeauftragter DFL) gemeinsam mit den Sprechern der Pyrotechnik-Initiative erarbeitet haben. Die Verbände bieten dort an, dass es ein “Treffen mit unseren Vertretern zwecks detaillierter Ausarbeitung der Bedingungen, unter welchen der Abbrand möglich ist”, geben wird. Auch soll ein Schreiben an alle Vereine verschickt werden, welches erklärt, dass “sie den Abbrand durch die Szene beantragen können, unter welchen Bedingungen das möglich ist und dass bei einem Abbrand keine Strafen drohen”.l
Selbst konkrete Umsetzungsregeln finden sich in den Protokollen: So forderte der DFB eine “Namensliste” derjenigen, die Pyrotechnik im Stadion verwenden dürfen. Genauso wurden der zeitliche und räumliche Rahmen für das kontrollierte Zündeln abgesteckt: “Der Abbrand ist nur nach einer genauen Terminierung möglich. Vorerst: vor dem Spiel, vor Wiederanpfiff oder nach dem Spiel. Abbrand nur in Pyrozonen, wie diese angelegt werden, hängt von Örtlichkeit und Auflagen der Behörden ab.” Die DFB-Vertreter kommen zum Ende der Sitzung sogar zu einer verbindlichen Übereinkunft: “Wenn die Einzelfälle funktionieren, soll es in den Richtlinien eine neue Anlage geben, in der das Verfahren, welches für eine Genehmigung von Pyrotechnik in Stadien nötig ist, festgeschrieben wird.” (…) [Spiegel-Online]
Ist der DFB jetzt sogar für die derzeitige Eskaltion in den Stadien verantwortlich? Hätten die Verbände früher erklärt, dass es keine Möglichkeit für das legale Abbrennen der äußerst gefährlichen Pyrotechnik geben kann, wäre es vielleicht nie zu den Vorfällen während der zweiten DFB-Pokal-Runde im Oktober und der harten Strafe für Dynamo Dresden gekommen! http://www.ultras.ws/pyrotechnik-legalisieren—emotionen-respektieren-t8650-s464.html#534047
(…) Während des Spiels wurde im Fanblock von Dynamo Dresden eine Vielzahl von Pyrotechnik gezündet. Das Spiel musste auf Grund von Übergriffen durch Gewalttäter zweimal durch den Schiedsrichter unterbrochen werden. Polizeibeamte und Ordner wurden durch Straftäter aus den Blöcken der Dresdner Fans angegriffen. Nach dem regulären Spielende randalierten mehrere Gewalttäter im Stadioninneren und beschädigten dort Verkaufsstände und Stadioneinrichtungen. (…)
Dass aber auch die Zusammenarbeit zwischen Dresdner Ordnern und Dortmunder Bullen nicht funktioniert, zeigt dieses Video:
Polizeipresse: Im Rahmen der Rückreise vom Spiel im Thüringenpokal in Heiligenstadt begleiteten Einsatzkräfte der Bundespolizei circa 100 Fans des FC Carl Zeiss Jena, die mit dem Zug unterwegs waren. Beim Halt des Zuges am Erfurter Hauptbahnhof gegen 18.45 Uhr, stiegen 30 weitere Fußballanhänger der BSG Wismut Gera in den Regionalexpress. Diese befanden sich auf der Heimreise vom Spiel ihrer Mannschaft in Geratal. Bereits beim Zustieg kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppierungen. Den Einsatzkräften gelang es zunächst die Fans im Zug voneinander zu trennen. Die Abfahrt des Zuges wurde durch mehrmaliges unberechtigtes Ziehen der Notbremse um 30 Minuten verzögert. Ein Verursacher konnte festgestellt werden. Gegen die Person wurde ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen eingeleitet.
Im weiteren Verlauf der Rückreise verließen beim Halt am Bahnhof Weimar circa 20 Jenaer Fans den Zug suchten die Auseinandersetzung mit den Geraer Anhängern. Nur durch das entschiedene Auftreten der begleitenden Bundespolizisten und durch den Einsatz von Pfefferspray konnte ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Fangruppierungen verhindert werden. Auch bei der Ankunft des Zuges am Bahnhof Jena West mussten die Jenaer Fans durch Bundespolizei und vor Ort befindliche Landespolizisten zurückgedrängt werden, um ein Aufeinandertreffen mit den Geraer Fans zu verhindern. Die letzten Fans des FC Carl Zeiss Jena verließen den Zug in Stadtroda. Bei der Ausfahrt des Zuges bewarfen diese den Zug mit Steinen und Flaschen. Dabei wurde eine Scheibe beschädigt. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen.
Liveticker: Das Spiel beginnt mit einigen Minuten verspätung. Noch soll es lange Schlangen vor dem Stadion geben.
Unschöner Auftakt des Finals um den SHFV-LOTTO-Pokal. Schon gut 90 Minuten vor dem Anpfiff auf der Lohmühle lieferten sich so genannte Fangruppen eine erste Massenschlägerei. Unmittelbar nach der Ankunft von zwei Bussen aus Kiel gingen die Schläger aufeinander los, weil die Sicherheitskräfte der Polizei in Lübecktrikots verkleidete Kieler zu spät erkannt hatten. Es soll mehrere Verletzte gegeben haben. Erst nach geraumer Zeit konnte die Polizei eine kleine Gruppe Kieler Anhänger auf dem Stadionvorplatz isolieren. Im Stadion selbst versuchten VfB-Fans von der Spielfläche aus den Kieler Block zu provozieren, der offenbar ebenfalls auf der Haupttribühne über Sitzplatzkarten verfügt.
Stellungnahme des Fankreis VFB:
Auf Seiten unserer Fans war alles angerichtet für einen herrlichen Fußballabend. Das UKL hat in tagelanger Fleißarbeit unter erheblichen finanziellen Kosten eine grandiose Choreographie vorbereitet und man sammelte sich frühzeitig gemeinsam zum Grillen, auch damit man mögliche Aufeinandertreffen mit Kieler Anhängern im Stadtgebiet / Umkreis des Stadions aus dem Weg geht. Dieser Ansatz, des gemeinsamen Sammelns vor dem Derby, hat in der Vergangenheit stets gut funktioniert und hätte wohl auch am letzten Freitag funktioniert, wären da nicht der Angriff der Kieler (inkl. Anhang) gewesen, den die Polizei gänzlich „verschlafen“ hat. Unbehelligt von der Polizei reisten rund 80 gewaltbereite Personen mit zwei Stadtwerkebussen hinter dem Grandplatz an und konnten ungestört über den Grandplatz die Grillecke angreifen. Die nachträglich in der Presse verkündete Behauptungen, die Kieler hätten sich mit VfB-Materialien getarnt, sind nachweislich Lügen zur Vertuschung der eigenen Unfähigkeit!
Wie kann es sein, dass die Angreifer unbehelligt auf den Grandplatz kommen konnten? Weshalb hat sich lediglich der Ordnungsdienst den Kielern in den Weg gestellt? Weshalb hat die Polizei anfangs nur zugeschaut? Weshalb hat die Polizei nicht auf den frühzeitigen Hinweis des Ordnungsdienstes reagiert und ist ebenfalls eingeschritten?
All das sind Fragen, die zusammen mit der Polizei aufgearbeitet werden müssen. Enorme Fehlplanungen, enormes Fehlverhalten der Polizei hat dazu geführt, dass es zu einem derartigen Angriff hat kommen können – leider ist die Polizei nicht ehrlich genug, dies auch öffentlich einzugestehen (wenn man den Presseveröffentlichungen liest).