CDU, SPD, FDP, Grüne, NPD, Linke, Piraten und wie die ganzen Parteien sonst noch alle so heissen – sind mit Vertretern hin und wieder auch zuweilen in einem Fußballstadion anzutreffen. Darf man deshalb seine politische Meinung mit ins Stadion bringen, um sie dort auszuleben? Viele Ultras fühlen sich mit linken, aber auch rechten Gruppen (Hauptsache am äussersten Flügel) verbunden und zeigen dies deutlich mit Fahnen und Bannern. Natürlich führt so etwas gezwungenermaßen auch zu Konflikten sowie Diskussionen…
Aus dem Forum:
1. Mit Ausnahme von Pauli, TeBe und Babbelsberg tummeln sich überall Vertreter von linken und rechten Idealen, daher ist dein Argument, dass so etwas ein Qualitätsmerkmal albern.
Und da gerade von den drei ausschließlich linken Kurve eine zu den berühmtesten des Landes zählen, sollte man dein Argument eher umgekehrt nutzen.
Welche Kurven europaweit zu den besten zählen und welche man davon in welche politische Schublade pressen kann/muss/sollte, will ich hier nicht beurteilen.
Mir ist so eine Argumentation auch viel zu albern, da man die Stärke einer Szene einfach nicht an ihrer politischen Ausrichtung messen kann. Die alte Mailänder Kurve unter der Fossa hatte genauso ihre Vorzüge wie die heutige Zagreber Kurve unter den BBBs.
2. Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik. Ist klar. Der Spruch ist zu alt, um von Menschen mit Hirn noch ernstgenommen zu werden. Ein politischer Grundkonsens, der alle politischen Meinungen respektiert, ist nämlich ansich schon politisch und funktioniert einfach auch nicht, da es politische Meinungen gibt, die auf der Ablehnung anderer Menschen aufgebaut sind, was ein friedliches Zusammenspiel ausschließt.
Diese minimale Differenzierung sollte doch auch dem letzten populistischen Nazispinner gelingen.
Solidarität mit den Demonstranten in Griechenland!
Auch die öffentlich-rechtliche Medienlandschaft hat sich gegen die Revolution in Griechenland eingeschossen. Fast kommt der Verdacht auf, dass solche Meldungen bewußt von oben gesteuert werden, um die deutschen Bürger zu beeinflußen. Dabei ist die Rede von Krawallen, Ausschreitungen und Randalierer, welche auf der Straße ihren Unmut gegen die Politiker und auch gegen Europa zum Ausdruck bringen. Ein Generalstreik hat jetzt das ganze Land lahmgelegt und die griechische Regierung möchte heute ein riesiges Sparpaket mit heftigen Einsparungen beschließen. Auch die Spieler des BVB haben das Ausmaß dieser beginnenden Revolution gestern in Piräus mitbekommen.
Hierzulande geht es lediglich nur noch darum, das längst gescheiterte Projekt “Europa” weiterhin zu verteidigen und die deutschen Banken zu schützen, welche sich mit Staatsanleihen verzockt haben. Dafür soll der Steuerzahler wieder einmal mehr aufkommen. Schluß jetzt mit dem Unsinn!
Scheiß auf Europa, scheiß auf die Banken – Solidarität mit den Demonstranten in Griechenland!
Denkt man an Israel, fallen einem immer gleich die Juden und ihre Vergangenheit unter den Nazis ein. Doch das Land hat noch viel mehr zu bieten – nämlich auch eine ausgeprägte Fussballszene…
Fantechnisch Maccabi Tel Aviv, Maccabi Haifa, natuürlich Hapoel Tel Aviv und Beitar Jerusalem. Wenn Hapoel Tel Aviv spielt, ist natürlich auch immer etwas Politik im Spiel, wenn man die in diesem Land überhaupt weglassen kann. Man bekennt sich antirassistisch, der Verein mit den meisten arabischen Fans (wenns die z.B. bei Beitar überhaupt gibt) und hat neben den meisten Vereinen natürlich auch meist die Staatsmacht gegen sich, da man eben anders ist, also nicht Systemkonform in Richtung politischem Gedankengang. Im Gegensatz hierzu kann man Beitar, Maccabi, … schon als rechts bzw. nationalistisch geprägt bezeichnen. Fantechnisch ist auf jedenfall Maccabi Tel Aviv – Beitar Jerusalem zu empfehlen.
Kontakte nach Deutschland? Hapoel Tel Aviv zu Sankt Pauli und wenn ich mich nicht irre, zum Teil aufgrund AlertaNetwork nach München zu SM.
Sie sprießen wie Pilze aus dem grasgrünen Rasen unserer immer bunter werdender Republik. Die Rede ist von den “Roten Sternen” als politischen Fußballvereinen, welche selbst nun auch in Kleinkleckersdorf die völlig politisch-korrekte Einstellung dieser “Sportsfreunde” unübersehbar signalisiert. Im Forum von Ultras.ws erschien uns im gefundenen, neuen Thread zu Roter Stern Nordost Berlin folgende Message jedoch als weitaus wichtiger.
Nur zur Info: Wir verurteilen jegliche Form von Politik im Fußball!
Das Spiel des links-politischen Fußballvereins Roter Stern Leipzig beim SV Mügeln-Ablaß mußte heute erneut vorzeitig abgebrochen werden. Insgesamt 50 rechtsradikale Fans sorgten erneut für einen Eklat. “Die haben von der ersten Minute an antisemitische und homophobe Sprüche gerufen. Als das ‘U-Bahn-Lied’ gesungen wurde, machte der Schiri Schluss.” so dieFanclub-Sprecherin Ulla Fröbisch.
Immer wieder gibt es Meldungen über Übergriffe auf die Spieler oder Anhänger des Vereins Roter Stern Leipzig, welcher sich weniger durch sportliche sondern mehr politische Schlagzeilen, auf sich aufmerksam macht. Im Herbst des vergangenen Jahres stürmten Rechtsradikale das Spiel in Brandis und sorgten dort für einen Spielabbruch mit anschließender Hetzjagd.
Hintergrund dieser neuerlichen Aktion könnte die Veröffentlichung einer Liste mit den Namen und Bilder der Krawallmacher von Brandis auf einer Antifa-Webseite im Internet sein, sozusagen ein Vergeltungsschlag gegen die linke Szene in Leipzig. Es wird mit weiteren Aktionen von beiden politischen Seiten in der nächsten Zeit zu rechnen sein.