Ultras Ultra Hooligans Hools

Infos aus der Fanszene – Die Wahrheit ist oft schmerzhaft!
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Ultras Forum

Apr
13

Erst vor wenigen Monaten – im Herbst 2011 – schien der deutsche Fußball am Abgrund zu stehen. Das Verhalten der Fans rückte deutschlandweit medial in den Mittelpunkt und zeichnete das Bild einer von Hass und Gewalt durchsetzten Fankultur. Doch was löste diese vermeintliche Gewaltspirale aus? Gemeinhin werden die sogenannten Ultras für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Wer aber sind diese „Ultras“, wo kommen sie her und welche Rolle spielen sie in der heutigen Fußballwelt? Betrachtet man die medialen Darstellungen oder fragt andere Stadionbesucher, so werden Ultras primär als Chaoten oder Gewalttäter klassifiziert.

Vielen vorgenannten Beobachtern ist dabei jedoch oft gar nicht bewusst, dass es sich bei den Ultras um eine Form des Fanseins handelt, die mit keiner Fankultur der letzten Jahrzehnte zu vergleichen ist. Oftmals werden die Ultras mit den „Schlägern“ und „Hooligans“ der 1970er und 1980er Jahre gleichgesetzt. Für andere, meist jüngere Fußballfans sind Ultras zu Ikonen geworden, zu hippen Trendsettern und nachahmenswerten Rebellen der Kurve.

In diesem lesenswerten Buch, das im Verlag Die Werkstatt erschienen ist, wird das Phänomen „Ultra“ erstmals aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Herausgeber, beide vom Institut für Fankultur, lassen neben etablierten Wissenschaftlern auch Journalisten, Fußballfunktionäre, verschiedene Fanprojekte, Politiker, Vertreter der Polizei und natürlich einige Ultras selbst zu Wort kommen . Gerade durch die unterschiedlichen Perspektiven ist es gelungen, einen ausgewogenen Einblick in das komplexe soziale Gebilde der Ultra-Bewegung zu ermöglichen.

Hierbei handelt es sich um einen Sammelband, der inhaltlich vor allem aufgrund seiner verschiedenen Perspektiven auf das Phänomen Ultras interessant erscheint. U. a. schreiben dort Ultras, Verbandsvertreter, andere Fans, Journalisten, Polizisten etc.

Und um nur einige Namen zu nennen:

·        “Commando Cannstatt”, Ultras VfB Stuttgart, Gespräch mit mir

·        Gruppengespräch diverser Angehöriger von Ultragruppen mit Fanforscher Jonas Gabler

·        Helmuth Spahn (ehem. Sicherheitsbeauftragter DFB)

·        Gerald von Gorrissen (DFB-Fanbeauftragter)

·        Michael Gabriel/Volker Goll (KOS)

·        Prof. Dr. Thomas Feltes (Wissenschaftler, Ruhr Uni Bochum)

·        Christoph Ruf, freier Journalist

·        Mike Glindmeier, Spiegel Online

·        Martin Gerster, Sportausschuss des Deutschen Bundestag

Verkaufsstart ist der 14.4. 2012

Martin Thein / Jannis Lin

Apr
12

Unfassbar!

Diese Info haben wir von der Rot-Schwarze-Hilfe per Email erhalten.

Hausverbot im Zelt des Aufsichtsrats – statt dem Club läuft das Bayern-Spiel

Volksfest in Nürnberg – und gleichzeitig im eigenen Stadion: Glubb gegen Schalke. Nur einen Steinwurf entfernt. Eine scheinbar perfekte Kombination.

Nicht so für eine handvoll eingefleischter Glubbfans. Die wollten beides genießen. Volksfeststimmung und Fußball. In einem beliebten Haxn-Zelt, so dachten die, wird wohl das Glubb-Spiel laufen. Zumal: das Zelt gehört einem Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg.

Doch, was sie nicht für möglich hielten – die Deko des Tages: Schals des FC Bayern München! Und es kam noch unglaublicher. Im Zelt des FCN-Aufsichtsrats wurde nicht etwa der Glubb übertragen, sondern das Spiel der Bayern – über die gesamte Spielzeit. Nicht nur das: unmittelbar vor der Großbildleinwand befand sich ein VIP-Bereich für Bayern-Fans.

Irritiert fragten die Nürnberger Fans: Wird hier im Zelt des FCN-Aufsichtsrats Fritz Stahlmann nicht der Glubb gezeigt? Die barsche Antwort kam prompt: “Nein, hier nicht.”

Die Glubfans reagierten überrascht und wollten sofort zahlen. Doch das Personal reagierte äußerst unwirsch. Bayern-Spiele im Zelt des Aufsichtsrats, während nebenan der Glubb spielt und zum Abschied noch ein Hausverbot für die eigenen Fans. Leidenschaft für den Verein sieht anders aus.

mehr – http://www.ultras.ws/1-fc-nuernberg-t317-s1744.html#586185

Apr
10

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Polen Wochenrückblick # 126

Slask Wroclaw – GKS Belchatow – 109 GKS Fans am Samstag in Wroclaw

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Nielba Wagrowiec – GKS Tychy – 50 Gäste

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Jagiellonia Bialystok – Wisla Krakow – ca. 200 Gäste in Bialystok

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Olimpia Elablag – Pogon Szczecin – ca. 360 Pogon beim Spiel in Elblag. Auf dem Weg nach Hause, im Bydgoszcz haben sie Zawisza Fans getroffen, die aber sehr schnell geflüchtet sind

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Kolejarz Stroze – GKS Katowice – ca. 270 GKS Fans vom Stadion – leider wurden sie nicht ins Gästeblock eingelassen und sind nach Katowice zurück gefahren.

Kolejarz Fans:

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Jarota Jarocin – Miedz Legnica – 80 Miedz in Jarocin

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Cracovia Krakow – Podbeskidzie Bielsko-Biala – 200 Gäste

MKS Kluczbork – Chrobry Glogow – 125 Gaeste. MKS mit einem Spruchband: “Karfspiel – Karfsamtag – Alleluja!”

Baltyk Gdynia – Rakow Czestochowa – 62 Gäste

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Gornik Zabrze – Polonia Warszawa – das Gästeblock in Zabrze ist ständig geschlossen wegen Stadionumbau, beim Spiel waren aber 15 Polonia Fans answesend, die mit Gornik zusammen standen

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Legia Warszawa – Ruch Chorzow – 1600 Psycho Fans beim Spiel des Spieltags in Warschau. Ruch hat alle Karten verkauft! Legia hatte vor dem  Spiel eine Randale gegen Bullen/Security und 15 Minute des Spiel machten sie keinen Support

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Czarni Zagan – Elana Torun – 10 Elana Fans, die mit Czarnia Fans zusammen standen

GKS Jastrzebie – Goral Zywiec – ca. 320 Gäste, darunter 120 Zilina (Slowakei) Fans beim Spiel in Jastrzebie. Sehr schöne Aktionen auf beiden Seiten:

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Olimpia Grudziadz – Polonia Bytom – 120 Polonia, die von 120 Arka Gdynia Fans unterstützt wurden

Dolcan Zabki – Zawisza Bydgoszcz – ca. 250 Gäste, darunter 11 LKS Lodz Fans

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Zawisza II Bydgoszcz – Polonia Bydgoszcz – 0 Gäste beim Derby von Bydgoszcz. Beim Spiel waren nur Zawisza Fans anwesend, sie haben eine Blockfahne im Gästeblock präsentiert (die Fahne wurde vor ein paar Jahren geklaut!):

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Lechia Gdansk – Zaglebie Lubin – ca. 1500 Zaglebie und Freundschaften (ca. 1000 Arka Gdynia Fans) in Gdansk

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LKS Lodz – Widzew Lodz – Derby von Lodz! …. ohne Gäste…

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Apr
10

In Reaktion auf die Vorkommnisse im Anschluss an das gestrige Landespokal-Halbfinalspiel zwischen dem Haldensleber SC und dem 1. FC Magdeburg distanzieren sich die Gremien und Verantwortlichen des Vereins entschieden gegen jegliche Art von Gewalt und damit verbundene tätliche Übergriffe sowie deren Verherrlichung. Mehrere Spieler und Angestellte des Vereins wurden nach dem Landespokal-Aus beim Verbandsligisten Haldensleben noch auf dem Spielfeld tätlich angegriffen.

Unabhängig von sportlichen Resultaten und Rückschlägen dürfen sich Selbstjustiz und Gewalt nicht als Reaktionen gegenüber Spielern, Trainern, Verantwortungsträgern und anderen Anhängern des Vereins etablieren. Der 1. FC Magdeburg verurteilt die Vorkommnisse nach dem Elfmeterschießen im Haldensleber Waldstadion. Enttäuschung und Unmut als Ergebnis der Niederlage unter den Anhängern des 1. FC Magdeburg sind nachvollziehbar und verständlich, allerdings darf dies in keinem Fall in körperliche Gewalt übergehen.

So wie von den Gremien des Vereins eine detaillierte Analyse der sportlichen Entwicklung der Regionalligamannschaft des 1. FC Magdeburg erfolgen wird, streben die Sicherheitsorgane in den kommenden Tagen eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle in Haldensleben an.

Das Präsidium des Vereins berät sich noch in dieser Woche in einer kurzfristig angesetzten außerordentlichen Präsidiumssitzung bezüglich der aktuellen sportlichen Entwicklung sowie der Ereignisse in Haldensleben.

http://www.ultras.ws/haldensleber-sc—magdeburg-%28pokal%29-080412-t11456.html#585375

Apr
03

Wehen – Wiesbaden

Auslöser für die minutenlangen Prügelszenen in der Nordkurve der Brita-Arena war allerdings nicht etwa ein Zusammenstoß mit Anhängern der Gästemannschaft, sondern scheinbar eine konzertierte Aktion der eigenen Ordnungskräfte. Hintergrund: Am Morgen vor dem Spiel waren die Fans nach eigener Aussage aufgefordert worden, aus Sicherheitsgründen künftig keine Banner mehr am Zaum zu befestigten. Als die Anhänger sich dieser Anweisung zwar fügten, einige von ihnen stattdessen aber einen mitgebrachten Schriftzug mit der Aufschrift „Taunusstein“ in die Höhe hielten, kam es zu dem – aus Sicht der Fans – völlig überzogenen Einsatz der Ordner

„Ohne jede Vorwarnung wurde das Banner weggerissen und wahllos auf uns eingeprügelt“, berichtete später eine Anhängerin, deren Name der Redaktion bekannt ist, an dieser Stelle aber nicht genannt werden soll. Dabei habe es mehrere Verletzte gegeben, darunter auch Frauen und Kinder. Jürgen Gottfried sprach später von einem „Ausbruch von Gewalt, wie man ihn eigentlich nur aus Dresden und Rostock gewohnt ist“. Erst nachdem einige Minuten später Einsatzkräfte der Polizei einschritten und der Schiedsrichter mittlerweile das Spiel angepfiffen hatte, beruhigte sich die Situation langsam wieder.

Nach späterer Auskunft der Polizei kam es bei der handgreiflichen Auseinandersetzung zu insgesamt acht Leichtverletzten, darunter drei Ordner. Zwei Personen wurden vorübergehend in der Stadionwache in Verwahrung genommen. Gegen beide wurde laut Polizei später seitens des Vereins beziehungsweise des Stadionbetreibers Hausverbot erteilt. Zudem wurde gegen sechs Personen Strafanzeige erstattet, davon fünf Mal wegen Körperverletzung sowie einmal wegen Beleidigung.

mehr – http://www.ultras.ws/sv-wehen-wiesbaden—1-fc-heidenheim-310312-t11414-s8.html

Mrz
26

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Polen Wochenrückblick # 124

LKS Lodz – Zaglebie Lubin – 500 Gäste, darunter 32 Odra Opole, 2 Arka Gdynia und 25 Falubaz Zielona Gora Fans. Zaglebie mit einer Choreo: “Fuck Euro – Only Ultras”

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MKS Kluczbork – ROW Rybnik – 152 Gäste, darunter ca. 30 Gornik Zabrze Fans

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Stomil Olsztyn – Jeziorak IÅ‚awa – 0 Gäste, die Bullen hatten entschieden, dass die Gäste das Spiel nicht sehen dürfen. Stomil am Anfang des Spiel mit einer Choreo. Stomil wurde von 28 Petrochemia Plock und ca. 20 Polonia Bydgoszcz Fans unterstützt.

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Olimpia Grudziadz – Wisla Plock – 197 Gäste, die von 9 Stomil Olsztyn Fans unterstützt wurden

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Ruch Chorzow – Wisla Krakow – Wisla Fans haben alle Karte ausverkauft, deshalb war der Gästeblock restlos voll, also 1000 Wisla Fans in Chorzow.

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Sandecja Nowy Sacz – Pogon Szczecin – ca. 250 Gäste, darunter 15 Legia Warszawa

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Jagiellonia Bialystok – Widzew Lodz – 298 Gäste, darunter CSKA Moskau Fans

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Cracovia Krakow – Gornik Zabrze – 750 Gäste (sie haben alle Karten verkauft) mit einer Fahne – Torcida Gornik. Alle Fans hatten die gleichen T-Shirts und Schals angehabt.

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Legia Warszawa – GKS Belchatow – ca. 280 GKS Fans in Warszawa, ca. 50 Leute blieben vorm Stadion (zu viel % im Blut).

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Zaglebie Sosnowiec – Rakow Czestochowa – ca. 400 Rakow Fans in Sosnowiec

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Nieciecza – Polonia Bytom – 250 Polonia Fans

Lech Poznan – Slask Wroclaw – 1254 Slask Fans beim Spiel in Poznan.

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Lechia Gdansk – Podbeskidzie Bielsko-Biala – ca. 50 Gäste

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Olimpia Elblag – Arka Gdynia – ca. 400 Gäste

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http://www.youtube.com/watch?v=soMg1d3ih_o

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Mrz
26

Polizeibericht:

Die Vorspielphase war leider von Begleiterscheinungen bestimmt, die die Polizei dauerhaft in Anspruch genommen hatte. Offenkundig hatten sich eine große Anzahl von Fußballanhängern der verfeindeten beiden Lager mit jeweiligen Unterstützern anderer Vereine im Bereich der Porta Nigra verabredet, um eine körperliche Auseinandersetzung auszutragen. Durch frühzeitiges Erkennen von verdächtigen Personenbewegungen und schnellen Polizeieinsatz wurde eine größere Auseinandersetzung an dieser Stelle verhindert.

Nicht verhindert werden konnte das Entstehen eines kurzen gewalttätigen Konfliktes im Bereich Margarethengäßchen/Nordallee, an dem mehrere Dutzend Personen aus der Trierer Anhängerschaft und aus dem Koblenzer Lager beteiligt waren. Durch massiven Polizeieinsatz konnten die Lager getrennt und weitere Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen verhindert werden. Im Bereich Engelstraße wurde eine rund fünfzigköpfige Gruppe der Trierer Anhängerschaft, die den Geschehnissen zugeordnet wurde, festgehalten und kontrolliert. Hiervon wurden zehn Personen zur Verhinderung von Straftaten zeitweise in Gewahrsam genommen. Bei der Kontrolle wurden u. a. Sturmhauben sowie am Kontrollort weggeworfene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Der Rest der Trierer Personengruppe wurde durch die Polizei in das Moselstadion begleitet.

In der Anfangsphase des Fußballspiels wurde im Koblenzer Block ein Böller gezündet. Hierzu wurde ein Tatverdächtiger ermittelt. Während des Spiels kam es unmittelbar nach der Halbzeit im Trierer Block und im Gästeblock zum Zünden/Abbrennen von Pyrotechnik. Aus dem Koblenzer Block wurden Leuchtkörper auf das Spielfeld geschossen, weswegen das Spiel kurzzeitig unterbrochen wurde. Die Ermittlungen wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und versuchter gefährlicher Körperverletzung sind aufgenommen. Nach dem Spiel kam es nicht mehr zu nennenswerten Vorkommnissen.
hier gefunden – http://www.ultras.ws/eintracht-trier—tus-koblenz-230312-t11377-s32.html

Mrz
23

1979, HSV-Fans Platzsturm

1989, Hertha Frösche machen Jagd auf Ordner und Polizisten im Berliner Olympiastadion.

Weil beim Fußball-Länderspiel Luxemburg-Deutschland 1990 den Luxemburger Team kein gewalttätiger Anhang zur Seite stand, fehlte den deutschen Schlägern der erhoffte Gegner. Ersatzweise wurde das Stadion zerstört Imbißbuden und Schaufenster zertrümmert, Passanten mit Flaschenwürfen und Leuchtraketen malträtiert.

Heute bekommen Menschen schon wegen des Abbrennen von Feuerwerkskörpern Stadionverbote und Gerichtsverfahren. Damals waren solche Pyro-Sachen bei den heftigen Krawallen und Ausschreitungen mit deutschen Hooligans nicht mal eine Meldung in den Nachrichten wert…

mehr – http://www.ultras.ws/chronik-der-ausschreitungen-f14.html

Mrz
22

Stellungnahme RWE zu den Vorfällen gegen Wuppertal

Wir berichteten bereits dazu – http://www.ultrafans.de/index.php/essen-wuppertal/

Mit Blick auf die verschiedenen Umstände und Begleiterscheinungen des Regionalligaspiels gegen Wuppertal vom Samstag, 17.03.2012 sind wir noch immer dabei, alle vorhandenen Dokumentationen und Zeugenaussagen zu sichten, auszuwerten und gemeinsam mit den beteiligten Partnern und Institutionen auszuwerten. Eine endgültige Bewertung ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Insbesondere müssen die polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden. Wir haben über eine Rechtsanwaltskanzlei Akteneinsicht beantragt.

Bei der Gesamtbewertung bitten wir alle Beteiligten um eine sachliche Beurteilung. Dazu zählt unserer Meinung vor allem, dass die unterschiedlichen Teilaspekte auch als solche zu differenzieren sind:

Für die in der Halbzeitpause im Rahmen der Würdigung von Frank Kurth erfolgte Beleidigung der Wuppertaler Fans haben wir uns bereits in aller Form entschuldigt. Es steht außer Frage, dass dies hätte nicht erfolgen dürfen.

Auch wenn es nicht – wie fälschlicherweise bei unterschiedlichen Medien behauptet – unser Stadionsprecher war, sondern ein enthusiastischer Fan, übernimmt Rot-Weiss Essen hierfür die Verantwortung. Gleichwohl erlauben wir uns den Hinweis, dass eine Kausalität zwischen den Aussagen in der Halbzeitpause und den Gewalttätigkeiten nicht herstellbar ist und sich Gewalttätigkeiten weder durch diese noch durch weitere vermeintliche Provokationen, wie z.B. Spruchbänder von Rot-Weiss Essen Fans, entschuldigen und erklären lassen.

Jede Form von Gewalttätigkeit lehnen wir generell ab und verurteilen diese auf das Schärfste.

Gewalttätigkeiten und weitere strafbare Handlungen wurden nach vorliegenden Polizeiberichten schon lange vor dem Spiel am Essener Hauptbahnhof festgestellt und durch die Polizei geahndet. Die gewalttätigen Übergriffe im Gästeblock des Georg-Melches-Stadions, bei denen ein Ordner verletzt wurde, sind in der direkten Folge nach dem verbotenen Abbrennen von Feuerwerkskörpern passiert.

Diese Feuerwerkskörper sind offensichtlich bereits vor dem Spiel trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen in den Fanblock geschmuggelt worden und sind in der 56. Minute des Spiels entzündet worden. Zum Löschen des von Wuppertaler Anhängern gezündeten Feuerkörpers wurden RWE-Ordner flankiert vom beauftragten Sicherheitsdienst in den Gästeblock entsendet, woraufhin sich ein Handgemenge und entsprechende Gewalttätigkeiten entwickelten. Der genaue Ablauf steht derzeit noch nicht fest.

Mit großem Entsetzen haben wir feststellen müssen, dass dabei ein Ordner des beauftragten Sicherheitsdienstes eine verbotene Teleskopstange mitgeführt und zum Einsatz gebracht hat. Dies wird von Rot-Weiss Essen in aller Entschlossenheit verurteilt und verfolgt. Alleine das Mitführen der Teleskopstange ist ein Vergehen und widerspricht allen Vereinbarungen und Vorschriften.

Die Geschäftsführung der beauftragten Sicherheitsfirma hat sich inzwischen bei Rot-Weiss Essen entschuldigt und die Vorfälle ebenfalls verurteilt und Verantwortung übernommen, weitere Konsequenzen und Maßnahmen werden aktuell überdacht und eingeleitet. Sie können sicher sein, dass der betreffende Ordner bei Rot-Weiss Essen nicht wieder zum Einsatz kommen wird.

Als Folge der Gewalttätigkeiten im Gästeblock kam es zu verbalen Provokationen von Besuchern des Heimbereichs, wodurch sich die Polizei nach eigener Aussage zur Reaktion veranlasst sah. Beim Einsatz von sog. Pfefferspray wurden dann Essener Fans, u.a. Frauen und Kinder, verletzt.

Unabhängig von der Klärung der Verhältnismäßigkeitsfrage bedauert Rot-Weiss Essen, dass es zu diesen Verletzungen gekommen ist. Mit Nachdruck werden wir mit den Sicherheitsträgern das Vorgehen analysieren und diskutieren und rufen Fans, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können, zur Mitarbeit auf. Hinweise werden an Rot-Weiss Essen oder direkt an die Polizeidienststelle erbeten.

Mit Freude und großer Erleichterung können wir heute feststellen, dass der verletzte RWE-Ordner nach einer geglückten ersten Operation das Krankenhaus inzwischen verlassen konnte und sich den Umständen entsprechend wohl fühlt. Eine weitere Operation in einigen Wochen ist notwendig, aktuell ist glücklicherweise aber nicht mit bleibenden Beeinträchtigungen zu rechnen.

Der Verein Rot-Weiss Essen, seine Gremien, Mitglieder und Fans wünschen dem Ordner weiter gute Besserung, wünschen ihm und seiner Familie alles Gute und stehen ihnen bei allen nachfolgenden Fragen zur Seite. Die bereits eingeleitete strafrechtliche Verfolgung werden wir unterstützen, mit Nachdruck und aller Entschlossenheit zur Aufklärung beitragen und entsprechende Konsequenzen realisieren.

Dass es zur Verletzung des Ordners und weiterer Personen gekommen ist, stimmt uns traurig und macht uns weiter fassungslos. Wir verurteilen in aller Schärfe die Gewaltausschreitungen und werden alle uns möglichen Wege ergreifen, solche in Zukunft zu verhindern. Alle Fußballfans rufen wir dazu auf, sich von Gewalttätern zu distanzieren, diese zu identifizieren, zu isolieren und so dazu beizutragen, dass es auch zukünftig friedliche und stimmungsvolle Fußballfeste geben kann.

hier gefunden - http://www.ultras.ws/rot-weiss-essen—wuppertaler-sv-170312-t11342-s56.html#578905

Mrz
21

Stellungnahme der Weekend Brothers Wolfsburg

Boykott bei Heimspielen
19.3.12 – aktuell
Am Dienstag den 13.03.2012 erreichte uns die Nachricht, dass zehn Personen aus unserem Kreis mit einem Hausverbot für Spiele der VfL Wolfsburg Fußball GmbH belegt worden sind – ausgesprochen durch die Herren Thomas Röttgermann und Wolfgang Hotze. Dabei handelt es sich nicht um ein bundesweites Stadionverbot, sondern „nur“ um ein örtliches Betretungsverbot für die Bereiche VOLKSWAGEN ARENA, das Gelände um die VOLKSWAGEN ARENA einschließlich dem Fanhaus, dem Soccer Café, dem Nordkurvensaal (an Spieltagen und bei Veranstaltungen des VfL Wolfsburg), das VfL-Stadion am Elsterweg, das Gelände des Nachwuchsleistungszentrums sowie für alle durch den VfL Wolfsburg organisierten Veranstaltungen.

In der Begründung heißt es, die Personen fielen seit Jahren durch sicherheitsbeeinträchtigendes Verhalten auf und schädigten dadurch nachhaltig das Ansehen der VfL Wolfsburg Fußball GmbH. Konkret liegen jedoch keine Anzeigen vor. Auch sind Personen betroffen, die noch nie ein Stadionverbot oder eine Anzeige im Zusammenhang mit Fußballspielen hatten. Damit ist die Vergabepraxis noch bedenklicher als bei Stadionverboten, wo bekanntermaßen eine Strafanzeige ohne Verurteilung reicht, um mit einem Stadionverbot belegt zu werden.

Das willkürliche Aussperren von zehn Personen ohne jegliche rechtliche Legitimation stellt für uns einen eindeutigen Grenzübertritt dar, den wir nicht hinnehmen werden. Schließlich werden mit dieser Praxis der Willkür Tür und Tor geöffnet. Wer definiert Verhalten, das das „Ansehen der VfL Wolfsburg Fußball GmbH schädigt“? Wer gibt uns die Gewährleistung, dass in Zukunft nicht auch beispielsweise jemand ausgesperrt wird, der Fahnen schwenkt und deswegen die Sicht von Fans beeinträchtigt? Oder reicht etwa bald die bloße Zugehörigkeit zu einer Gruppierung gemäß dem Motto „Deine Nase passt mir nicht.“, um ausgegrenzt zu werden?

In Zusammenhang mit der Aktion trat leider auch das Fanprojekt Wolfsburg in negative Erscheinung. Allein dadurch, dass es diese „Regelungen“ akzeptiert bzw. dahingehend mitarbeitet, Prognosen über Personen zu erstellen, zeigt es, dass es seinen Job verfehlt hat. Fanprojekte in ganz Deutschland stellen die Vergabe von Stadionverboten seit Jahren in Frage und nun ist unser Fanprojekt sogar daran beteiligt, wesentlich fadenscheinigere Hausverbote zu erteilen?! Mit dem sozialpädagogischen Arbeitsauftrag, der Interessensvertretung von Fans oder einfach auch Respekt und Anstand lässt sich das unserer Meinung nach nicht vereinbaren. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir dem Fanprojekt Wolfsburg immer den Rücken gestärkt haben (s. Fandemo Berlin 2010), sind wir nicht zuletzt auch menschlich extrem enttäuscht, dass man sich derart vor den Karren spannen lässt.

Was geschieht jetzt? Fakt ist, dass wir definitiv nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können. Ein Weitermachen wie bisher, verbunden mit einem kritischen Spruchband und ein paar Schmähgesängen in Richtung Geschäftsführung, ist für uns keine angemessene Gegenwehr mehr. Wenn wir jetzt nicht andere Maßnahmen ergreifen, würden wir nicht nur unsere Werte und Ideale, sondern auch unsere von den Repressionen betroffenen Freunde verraten. Deswegen werden Heimspiele der „VfL Wolfsburg Fußball GmbH“ ab sofort und bis auf Weiteres von uns boykottiert. Erst, wenn uns wieder auf Augenhöhe begegnet wird und man uns nicht mehr mit Füßen tritt, werden wir wieder im Stadion anwesend sein. Andere Gespräche werden nicht wahrgenommen, weil wir nicht mehr mit charakterlosen Funktionären des Plastikkonstrukts „VfL Wolfsburg Fußball GmbH“ an einem Tisch sitzen können, die keine Ahnung haben, was es bedeutet, einen Verein zu lieben.

Seit Jahren haben wir die Kröte geschluckt und mit Tränen in den Augen zugesehen, wie der Verein immer mehr seine Seele verliert. Die Hausverbote haben jetzt das Fass zum Überlaufen gebracht. Es reicht!

Ultras Liberi – Freiheit für Alle Ultras!
Weekend Brothers – Ultras Wolfsburg & Green-White Angels im März 2012

hier gefunden – http://www.ultras.ws/stammtisch-deutschland-t11231-s11280.html