Ein Armutszeugniss der deutschen Polizeigeschichte!
Angeblicher Grund der Absage: “Die Partie gegen Stettin wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, nachdem sich die Informationen über eine mögliche Anreise zahlreicher gewaltbereiter Fans in den vergangenen Tagen konkretisierten.”
Sprich, man sitzt lieber bei warmen Kaffee in der Dienststube, als…
Die Fan-Vereinigung von Pogoń Szczecin „Portowcy“ distanziert sich von den Vorwürfen, dass das für den 29.01.2012 geplante Testspiel gegen Energie Cottbus aufgrund der Gewaltbereitschaft der Pogoń-Anhänger abgesagt werden musste.
Die Polizei, der FC Energie und die Medien geben an, dass sich die Informationen über eine mögliche Anreise zahlreicher gewaltbereiter Fans, welche über das Internet kommunizierten, in den vergangenen Tagen konkretisierten.
Diese Meldungen sind kurios und fernab der Realität anzusiedeln. Sich darauf zu berufen, zeugt von der Inkompetenz der Organisatoren eine Massenveranstaltung auszurichten. Die unprofessionelle Einschätzung der Sicherheitslage lässt darauf schließen, dass unsere westlichen Nachbarn aus Cottbus und die ansässige Polizei nicht imstande sind ein internationales Fußballspiel zu organisieren.
Ebenfalls verwunderlich ist die Tatsache, dass die Partie erst 4 Tage vor dem geplanten Anstoß per Fax abgesagt wurde, obwohl das Spiel bereits seit November feststand. Während das Schreiben Szczecin erreichte, hatte Energie schon einen neuen Testspielgegner aus Tschechien gefunden, was erneut Fragen über das Verhalten der Cottbusser aufwirft.
Die Fan-Vereinigung ist zutiefst empört über die Anschuldigungen aus Deutschland, die an die Pogoń-Anhänger adressiert sind. Die Fans hatten zu keiner Zeit geplant die Stadt unsicher zu machen oder Sachschäden zu verursachen. Das gemeinsame Ziel war die Fahrt zu einem Auswärtsspiel und das Anfeuern ihres geliebten Vereines um die Spieler vor dem Kampf um den Aufstieg in die Ekstraklasa zu motivieren. Dies zeigt nur, dass Pogoń immer und überall auf seine Fans zählen kann!
Der Vorstand
SKPS „Portowcy“
Am Donnerstag, 26. Januar, strahlt SF 1 um 20.05 Uhr den Dok-Film in einer verkürzten Form aus.
Gerne hätte Alain Godet seinen neusten Streifen anlässlich einer Vorpremiere in Basel gezeigt – wie er dies schon 2005 mit seinem Film «Jung und besoffen – ein Streifzug durch die Basler Szene» getan hat. Mit seiner Anfrage blitzte er jedoch bei Guy Morins Präsidialdepartement ab. Ohne sich «Narben der Gewalt» angeschaut zu haben, erteilte Basel dem Filmemacher im Herbst eine Absage. «Bezüglich Gewalt und Fussball herrschte zur Zeit der Anfrage eine fragile Situation», begründet Melanie Imhof, Mediensprecherin des Präsidialdepartements, den negativen Bescheid. Man wollte die Diskussion um den Sicherheitsaspekt in Fussballstadien nicht weiter anheizen. Godet versteht diese Haltung nicht: «Es geht im Film ja nicht um Gewaltverherrlichung.» Hoffnung, dass der Streifen möglichst bald in Basel gezeigt und diskutiert werden kann, hat er aber immer noch: Gespräche mit dem Stadtkino sind im Gang. «Narben der Gewalt» dürfte also auch in der Stadt der Protagonisten bald zu sehen sein.
Nach der Randale beim Schweinske-Cup in Hamburg ist es nun auch in Salzgitter zu Ausschreitungen bei einem Hallenfußballturnier gekommen. In der Vorrunde der Stadtmeisterschaft trafen die Mannschaften des VfL Salder und von Vahdet Salzgitter aufeinander. Im Laufe der Begegnung kam es zu Provokationen und Rangeleien, nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation. Es gab regelrechte Jagdszenen in der Amselstieghalle.
Von den insgesamt etwa 1.000 Zuschauern in der Halle beteiligten sich rund 60 an den Prügeleien, Spieler und Anhänger gingen aufeinander los, von den Rängen flogen Glasflaschen auf das Spielfeld. Die Bilanz: sechs Verletzte. “Ein junger Spieler musste anschließend im Krankenhaus stationär behandelt werden”, sagte Natascha Aust von der Polizeiinspektion Salzgitter. Die Ordner des Ausrichters MTV Lichtenberg bekamen bei ihren Schlichtungsversuchen Unterstützung von einem Zug der Polizei. Die Beamten waren zufällig in der Nähe des Geschehens – sie waren auf dem Rückweg von der Bundesligapartie des VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln.
Die Organisatoren entschieden sich, das Turnier abzubrechen. Das Sportgericht soll sich jetzt mit den Vorfällen beschäftigen. Zurzeit sucht die Polizei Salzgitter nach Zeugen, die eventuell über Foto- oder Videomaterial verfügen, das Aufschluss über Täter und Opfer geben könnte. Bei den rivalisierenden Klubs handelt es sich übrigens um alte Bekannte: Die Spieler der Teams kennen sich schon als Liga-Konkurrenten aus der Bezirksliga Braunschweig 3.
Randalierende Fußballfans haben am Wochenende in Hannover fünf Polizisten verletzt. Auf dem Hauptbahnhof kam es nach Polizeiangaben zu Auseinandersetzungen zwischen Fans aus Köln und Erfurt.
Die Bilanz: Fünf verletzte Polizisten und sieben Festnahmen.
Gegen 19.30 Uhr gerieten Hooligans des 1. FC Kölns und von Rot-Weiß Erfurt aneinander. Es sind Flaschen geflogen und Knaller gezündet worden, teilte ein Sprecher der Bundespolizei gestern mit. Im Hauptbahnhof setzten die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, einige Fans wurden in Handschellen abgeführt. Dabei habe sich um rund 100 meist alkoholisierte Fußballanhänger gehandelt.
Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruchs, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie gefährlicher Körperverletzung. Die sieben Festgenommenen sind in der Datei Gewalttäter Sport bereits erfasst.
Von vielen Fans und Verantwortlichen eigentlich nur müde belächelt, endete der Fankongress 2012 ohne große Ergebnisse. Leere Säle, Gesprächsstoff ging allmählich aus, kaum Medieninteresse und auch die wichtigen Gesprächspartner fehlten, so in etwa würden wir das öffentliche Bild dieser Veranstaltung beschreiben.
Doch für die Veranstalter soll es dann trotzdem ein voller Erfolg gewesen sein, wie sie jetzt in einer abschließenden Meldung mitteilten.
Der Fankongress war für uns von ProFans als Veranstalter ein voller Erfolg. Wir blicken auf ein ereignisreiches Wochenende zurück. Die Veranstaltungen waren für alle Beteiligten intensiv und fruchtbar. Der Fankongress hat unsere Dialogbereitschaft einmal mehr unter Beweis gestellt. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass diese Dialogbereitschaft auf noch mehr Resonanz bei den zuständigen Entscheidungsträgern trifft. 550 Teilnehmer von über 60 Vereinen auf einem von Fans selbst organisierten und finanzierten Kongress und sachliche Diskussionen zeigen auf, wie differenziert, ernsthaft und reflektiert sich die Fanszene im Jahr 2012 darstellt. Von den Teilnehmern haben wir ein durchweg positives Feedback bekommen. „Dieser Fankongress ist wichtiger als der in Leipzig“, so Thomas Schneider von der DFL. Wir freuen uns, dass der Fankongress 2012 so gut geklappt hat und bedanken uns bei allen Teilnehmern. [Abschlußdokument als PDF]
CDU, SPD, FDP, Grüne, NPD, Linke, Piraten und wie die ganzen Parteien sonst noch alle so heissen – sind mit Vertretern hin und wieder auch zuweilen in einem Fußballstadion anzutreffen. Darf man deshalb seine politische Meinung mit ins Stadion bringen, um sie dort auszuleben? Viele Ultras fühlen sich mit linken, aber auch rechten Gruppen (Hauptsache am äussersten Flügel) verbunden und zeigen dies deutlich mit Fahnen und Bannern. Natürlich führt so etwas gezwungenermaßen auch zu Konflikten sowie Diskussionen…
Aus dem Forum:
1. Mit Ausnahme von Pauli, TeBe und Babbelsberg tummeln sich überall Vertreter von linken und rechten Idealen, daher ist dein Argument, dass so etwas ein Qualitätsmerkmal albern.
Und da gerade von den drei ausschließlich linken Kurve eine zu den berühmtesten des Landes zählen, sollte man dein Argument eher umgekehrt nutzen.
Welche Kurven europaweit zu den besten zählen und welche man davon in welche politische Schublade pressen kann/muss/sollte, will ich hier nicht beurteilen.
Mir ist so eine Argumentation auch viel zu albern, da man die Stärke einer Szene einfach nicht an ihrer politischen Ausrichtung messen kann. Die alte Mailänder Kurve unter der Fossa hatte genauso ihre Vorzüge wie die heutige Zagreber Kurve unter den BBBs.
2. Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik. Ist klar. Der Spruch ist zu alt, um von Menschen mit Hirn noch ernstgenommen zu werden. Ein politischer Grundkonsens, der alle politischen Meinungen respektiert, ist nämlich ansich schon politisch und funktioniert einfach auch nicht, da es politische Meinungen gibt, die auf der Ablehnung anderer Menschen aufgebaut sind, was ein friedliches Zusammenspiel ausschließt.
Diese minimale Differenzierung sollte doch auch dem letzten populistischen Nazispinner gelingen.
Zu einem Freundschaftsspiel zwischen den zweiten Mannschaften des VfL Wolfsburg und Union Berlin angereiste Union-Anhänger drangen über Zäune in das Stadion am Elsterweg ein. In der Vereinsgaststätte lieferten sich Fans eine Prügelei. “Da sind die beiden Ultra-Gruppierungen aufeinander geprallt, die Sache wurde mit Stühlen ausgetragen, und die Polizei war mittendrin”, berichtet Einsatzleiter Jens aus dem Bruch.
Die zahlenmäßig deutlich unterlegenen Einsatzkräfte setzten Schlagstöcke ein, um Wolfsburger und Berliner Fans zu trennen. In den angrenzenden Straßen kam es jedoch zu weiteren Zusammenstößen.
Gegen 16.30 Uhr traf Unterstützung aus Goslar, Wolfenbüttel, Gifhorn, Salzgitter, Braunschweig und Hannover in Wolfsburg ein. “Da waren wir wieder in der Lage, selbst zu agieren und das Heft in die Hand zu bekommen”, schildert der Einsatzleiter. “Mit großen Schwierigkeiten ist es uns gelungen, die Berliner wieder zum Bahnhof zu bringen.” Um 18.55 Uhr verließ ihr Zug Wolfsburg.
Aus dem Bruch kündigte Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, Tragens verfassungswidriger Abzeichen und Sachbeschädigung gegen mindestens 15 Berliner Ultras an. Einer von ihnen hatte den Hitlergruß gezeigt. Auch Wolfsburger Schläger, die von szenekundigen Beamten erkannt wurden, müssen mit Verfahren rechnen.
Die Wolfsburger Polizei hatte aufgrund der Einschätzung der Berliner Kollegen nicht damit gerechnet, dass Union-Fans zu dem Testspiel anreisen würden. Wie es dazu kommen konnte, dass rund 60 Ultras in der Hauptstadt unbemerkt in den Zug stiegen und die Wolfsburger Polizei erst eine halbe Stunde vor ihrem Eintreffen in Kenntnis gesetzt wurde, sei noch zu klären, sagte aus dem Bruch.
Zu diesem Urteil kommt man schnell, wenn man sich die Fragestellung sowie die befragten Menschen einer DFB-Umfrage zum Thema “Pyrotechnik bleibt verboten” anschaut. Getreu dem Motto, traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast…
84 Prozent. In Worten: vierundachtzig. Bei soviel Zustimmung wird sogar der Genosse Putin in Moskau ganz grün vor Neid. Ich auch. Ein Anruf beim DFB schickt mich durch Warteschleifen und endet beim typischen schnellen Recherchehemmer: “Schicken Sie uns doch mal eine E-Mail!” Bei der DFL geht es fixer. Mir wird erklärt, was sich hinter der repräsentativen Umfrage von tns-infratest verbirgt.
Angerufen wurden 2000 Bundesbürger. Davon entpuppten sich nur 960 als fußballinteressiert. Und nur die 960 wurden tatsächlich zum Thema Pyro befragt. Wir wissen also nicht, wie fußballinterressiert die Befragten sind: Schauen sie nur Nationalmannschaft bei EM oder WM? Verfolgen sie die Bundesliga? Gehen sie vielleicht auch mal ins Stadion? Gar regelmäßig? Das wissen wir alles nicht.
Zu den Ergebnissen. 84,4 Prozent der Fußballinteressierten sind gegen Pyrotechnik. Wie bei jeder Umfrage bestimmt auch hier die Frage das Ergebnis. Gefragt wurde zuerst: “Das Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion ist verboten. Soll dieses Verbot bestehen bleiben?”* Antwortoptionen: ja/nein
Zweite Frage: 79,5 Prozent sind für eine harte Bestrafung, wenn das Pyrotechnikverbot missachtet wird. Die Frage lautete: “Pyrotechnik ist gefährlich. Sie ist schädlich für den Fußball und soll deshalb hart bestraft werden. Stimmen Sie dem zu?”* Antwortoptionen: ja/nein [textilvergehen.de]
Ein User im Forum stellt fest – mal sehen was für ein Ergebnis man erzielt wenn man die Fragestellung umändert: “Was halten sie davon das Pyrotechnik in bestimmten Zonen von den Behörden abgesegnet und unter Sicherheitsauflagen abgebrannt wird und somit die Sicherheit gewährleistet ist und man den schönen Effekt solcher Pyrotechnik geniesen kann.” Antwortmöglichkeit: Gut/schlecht
So viel Hooligans (teilweise mit Stadionverbot) sollen angeblich auf Seiten der Lübecker gegen die Hools von St.Pauli beim Schweinske-Cup angetreten sein. Doch war die Fraktion aus HL und HSV der eigentliche Auslöser der Schlägerein?
Aus dem Forum:
HL nicht zum ersten mal dabei
3 Fahnen weg – 3 x Pauli betroffen
74 Gewahrsam – 72 x Paulianer betroffen
Eure Angriffe und Zerstörungswut werden als Flucht dargestellt,
nicht nur Lübecker haben kassiert (vor den Aufnahmen der Kopftribünen oder warst du nicht dabei + umfeld Toilette)
Was sagst du eigtl. dazu dass Lübecker/Hamburger einem weiblichen Pauli Fan halfen, als diese von Polizisten angegangen wurde – passt nicht in dein Bild?
An sich eine gute Stellungnahme in der man sich vor die eigenen Fans stellt. Wenn man sich nicht wieder dermaßen als Opfer hinstellen würde und Unwahrheiten publizieren würde um sein Image nicht all zu sehr zu beschädigen. Gutmenschen !
Was wäre der Aufschrei groß wenn es Fotos geben würde bzw. auftauchen von den Aktionen an der Toilette. Und wie rechtfertigt man eigtlich das Werfen von ganzen Gehwegplatten?
Nach jüngsten Polizeiangaben vom Samstag wurden rund 90 Menschen verletzt. 40 von ihnen, darunter laut Polizei auch Unbeteiligte, erlitten durch den Einsatz von Pfefferspray Augenreizungen, 38 Personen und elf Polizisten wurden bei Ausschreitungen verletzt. Ein Polizist erlitt einen Kieferbruch, ein anderer einen Achillessehnenriss, ein Ordner erlitt eine Schulterluxation. Insgesamt 74 Randalierer wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, davon 72 Anhänger des Zweitligisten FC St. Pauli. Zwei Rowdys wurden festgenommen. Rund 300 Polizisten waren im Einsatz.
Aus dem Forum:
An zwei Stellen gab es noch den Versuch von St.Pauli, quer über das Spielfeld an HL ranzukommen. Einmal, kurz nachdem der VIP-Bereich gestürmt wurde und man schon kurz vor dem HL-Block war – da blieb HL im Block stehen und hat nur rumgepöbelt. Und einmal – so ziemlich gegen Ende, als ein sehr gut motivierter St.Pauli-Mob – 200 Leute und vermummt – sich an der von HL schräg gegenüberliegenden Ecke gesammelt hatte. Die Bullen waren in dieser Situation überfordert und St. Pauli war startklar. HL hat das mitbekommen, tritt aber den Rückzug an und verlässt die Halle. Wenn es von den 200 Leuten 150 tatsächlich bis rüber geschafft hätten, wäre das ein sauberes Ding mit Vorteil für HL gewesen, da St.Pauli ja von unten hätte angreifen müssen. Wenn man schon auf dicken Hool macht, ist es etwas lausig, sich da so zu drücken. http://www.ultras.ws/fc-sankt-pauli—vfb-luebeck-060112-schweinske-cup-t10989-s112.html#557842