Ungarn: Meinungsfreiheit, Proteste und die Ultras
Ungarns Medienfreiheit gerät erneut ins Kreuzfeuer internationaler Proteste. Anlass sind Massenkündigungen bei den staatlichen ungarischen Medien, die nach offizieller Ansicht nötige Einsparungen sind. Kritiker sehen dabei aber die Gefahr von „politischen Säuberungen” wie Anthony Mills, Press Freedom Manager beim International Press Institute (IPI) in Wien, betont: „Es gibt Zeichen, dass die ungarischen Medien sich in die Richtung Treue zur Regierungspartei Fidesz bewegen.”
Für weitere Proteste sorgt eine Verschärfung des seit Monaten heftig umstrittenen Mediengesetzes. Private TV- und Radiosender geraten dadurch stärker unter Druck. So dürfen sie sich nicht mehr um Sendefrequenzen bewerben, wenn sie Schulden bei der mächtigen Medienbehörde NMHH haben. Da kann es sich um Gebühren oder Bußgelder handeln. Bußgelder kann die NMHH auch für missliebige Inhalte verhängen.
Aber auch die neuen Gesetze der rechtsgerichteten Regierung sorgen für Unmut bei den ungarischen Ultras
Am Wochenende gab es deshalb Proteste in mehreren Kurven gegen den verfassungswidrigen Gesetzesentwurf gegen “Sport-Hooliganismus” in Ungarn: 60-minütiger Support (in Debrecen 80-min.), danach leere Ränge…
oder auch beim Spiel zwischen UTE-Papa:
“Wir sind gekommen, um Euch anzufeuern, aber man hat uns wie Kriminelle behandelt” (bis zur 60. Spielminute)
“… darum singt das Gesetz weiter” (ab der 60. Minute bis zum Abpfiff)
mehr Infos: http://www.ultras.ws/ungarn-t2745-s136.html#486067

