Dynamo Dresden, es brennt !
Dynamo Dresden, es brennt !
Ein sportlicher und finanzieller Niedergang eines Traditionsvereins
Dynamo Fans sind stink sauer: Neben den neulich bekannt gewordenen hohen Schulden ( Anfang April soll es eine Entscheidung der Stadt zur Rettung geben, oder auch nicht – nichts Genaues weiss man nicht) hat man nun auch noch das Pokalhalbfinale in Chemnitz vergeigt. Und auch in der Regionalliga Nord läuft es nicht so, wie man es sich vorstellt, nun muss man sogar um die Qualifikation zur 3.Liga bangen. Die letzten beiden Heimspiele wurden verloren. Jede Woche findet zurzeit am Amtsgericht Dresden ein Prozess gegen Hooligans statt, die sich im Oktober 2007 an den schweren Ausschreitungen beim Spiel SGD II vs. Lok Leipzig in der Innenstadt beteiligt haben – Insgesamt herrscht allgemeines Chaos !
Tabellensituation: Dynamo wird von Essen, Braunschweig und Magdeburg gejagt ! Nur der 10. Platz berechtigt sich sportlich für die dritte Liga ab nächster Spielsaison zu qualifizieren. Ab Platz 11 landet man in der neuen unatraktiven dreigleisigen Regionalliga, für Dynamo wäre der Abstieg der finanzielle Absturz.
7 Bor. Dortmund II 26 6 41
8 Kickers Emden 26 3 41
9 Rot-Weiß Erfurt 25 21 40
10 Dynamo Dresden 25 7 39
11 Rot-Weiss Essen 26 7 35
12 Eintr. Braunschweig 24 3 35
13 1. FC Magdeburg 25 -1 34
kompl. Tabelle : http://www.3liga.com/tabelle—spieltag-regionalliga-nord-t15.html
Dresden: Nach der 0:2-Niederlage im Sachsenpokal Halbfinale in Chemnitz gingen die Spieler in die Fankurve der eigenen Fans und wurden dort von verärgerten Fussballfans mit Feuerwerksböllern empfangen und mussten sich zurückziehen.
Auf diese Ereignisse wurde nun reagiert…
Training mit Wachschutz
Nach einer einstündigen Mannschaftskrisen-Sitzung gestern Vormittag begleiteten fünf Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Spieler zum Trainingsgelände in den Großen Garten. In mehreren Internetforen hatten Fans aus der Ultraszene angedeutet, bei der Übungseinheit vorbeischauen zu wollen. „Deshalb haben wir vorsichtshalber reagiert”, erklärte Dynamo-Sprecher Peter Tauber. Die Bilder vom Februar sollten sich keinesfalls wiederholen. Damals verfolgten etwa 50 – zum Teil vermummte -Rowdys die Spieler auf dem Weg zum Training, warfen Feuerwerkskörper. Gestern blieb es ruhig. Sogar ganz ruhig. Die Spieler haben sich ein Schweigegelübde auferlegt, wollen sich gegenüber Journalisten vorerst nicht mehr äußern. „Das hat aber nichts mit den böllerwerfenden Idioten zu tun”, verdeutlicht Verteidiger Sebastian Pelzer. „Wir wollen jetzt einfach nicht mehr reden, sondern nur noch Taten folgen lassen”, begründete er den Entschluss der Mannschaft. Dies sei weder eine Medienschelte noch ein -boykott. „Der Verein hat ihnen auch keinen Maulkorb verpasst”, erklärte Tauber. Ralf Minge begrüßt die Entscheidung. „Es ist jedenfalls besser, als wenn sie in dieser Situation irgendwelche Alibis formulieren und Phrasen dreschen würden”, meint Dynamos Sportdirektor. Die Situation ist ernst, sehr ernst sogar. Nach dem Ausscheiden aus dem Landespokal droht nach zwei Heimniederlagen in Folge auch in der Regionalliga der sportliche Absturz.
Quelle: www.dynamo-dresden.de
Jetzt mitdiskutieren: http://www.ultras.ws/dynamo-dresden-t3817-s592.html#116568
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