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Infos aus der Fanszene – Die Wahrheit ist oft schmerzhaft!
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Ultras Forum

Apr
17

Bus der Gladbach-Fans auf der Vennstraße ausgebremst und mit Wurfgeschossen attackiert
Ostbelgische Flying Foals von Kölner Ultras angegriffen
vergrößern U.a. wurde dieses Geschoss auf den Bus der Flying Foals geworfen.

U.a. wurde dieses Geschoss auf den Bus der Flying Foals geworfen.

Der ostbelgische Gladbach-Fanclub Flying Foals wurde am Sonntag, im Anschluss an das Rhein-Derby, auf dem Weg nach Hause im Hohen Venn von zwei Fahrzeugen ausgebremst und anschließend von vermummten ostbelgischen Köln-Fans mit Wurfgeschossen (Rauchbomben, Bengalos und Steinen) attackiert.

Der Bus hatte nach einem Kreisverkehr im Hohen Venn an den beiden Fahrzeugen (VW Golf und BMW) vorbeifahren müssen, nachdem diese den Bus mit zahlreichen Gladbacher Fans ausgebremst hatten.

So schildert uns ein Augenzeuge: »Unser Bus wurde plötzlich von einem ersten Fahrzeug überholt und leicht ausgebremst. Die Fensterscheiben wurden heruntergelassen und Köln-Schals nach außen gehalten. Über diese Aktion haben wir noch geschmunzelt. Plötzlich wurden wir von einem zweiten Fahrzeug mit ostbelgischen Köln-Fans überholt. Beide Fahrzeuge fuhren nun in einem Abstand von rund 200 Meter vor uns her. Als wir uns einem Kreisverkehr näherten, parkten beide PKWs direkt hinter diesem. Die etwa vier bis sechs Insassen entstiegen ihren Fahrzeugen. Sie waren vermummt.«

Als sich der Bus im Kreisverkehr befand, warf ein vermummter Köln-Fan einen Bengalo direkt auf die Vorderscheibe des Busses, der somit im Kreisverkehr verblieb und eine weitere Runde drehte. Anschließend beschloss der Busfahrer, an den am Seitenrand stehenden Kölner Fans vorbeizufahren, die daraufhin den Bus mit Rauchbomben, Bengalos und Steinen bewarfen.

«Zum Glück wurden wir dann nicht weiter verfolgt. Wahrscheinlich vermuteten die sogenannten Köln-Fans, dass wir die Polizei benachrichtigen würden. Viele im Bus, u.a. auch viele Jugendliche, waren geschockt. So stellen wir uns nicht eine gesunde Fan-Rivalität vor«, teilte uns ein Augenzeuge, der außerdem bereits die Gladbacher Vereinsführung darüber in Kenntnis gesetzt hat, mit.

Mittlerweile hat ein großes Interesse an dem Vorfall eingesetzt. So berichten u.a. die Rheinische Post, die Süddeutsche Zeitung und weitere deutsche Online-Medien über die Geschehnisse.

Lieben Gruss aus Belgien

PS Die Köln Aktion war die hiesige Dorfjugend, nichts besonderes
Wären die Gladbacher ausgestiegen hätten die Jungs zu Einhundertprozent
die Laufschuhe angezogen, diese möchtegern Ultra Schläger Hooligans sind nämlich durchaus dafür bekannt jedes Match zu verlieren…

http://www.ultras.ws/moenchengladbach—koeln-150412-t11484.html#588202

Apr
13

Erst vor wenigen Monaten – im Herbst 2011 – schien der deutsche Fußball am Abgrund zu stehen. Das Verhalten der Fans rückte deutschlandweit medial in den Mittelpunkt und zeichnete das Bild einer von Hass und Gewalt durchsetzten Fankultur. Doch was löste diese vermeintliche Gewaltspirale aus? Gemeinhin werden die sogenannten Ultras für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. Wer aber sind diese „Ultras“, wo kommen sie her und welche Rolle spielen sie in der heutigen Fußballwelt? Betrachtet man die medialen Darstellungen oder fragt andere Stadionbesucher, so werden Ultras primär als Chaoten oder Gewalttäter klassifiziert.

Vielen vorgenannten Beobachtern ist dabei jedoch oft gar nicht bewusst, dass es sich bei den Ultras um eine Form des Fanseins handelt, die mit keiner Fankultur der letzten Jahrzehnte zu vergleichen ist. Oftmals werden die Ultras mit den „Schlägern“ und „Hooligans“ der 1970er und 1980er Jahre gleichgesetzt. Für andere, meist jüngere Fußballfans sind Ultras zu Ikonen geworden, zu hippen Trendsettern und nachahmenswerten Rebellen der Kurve.

In diesem lesenswerten Buch, das im Verlag Die Werkstatt erschienen ist, wird das Phänomen „Ultra“ erstmals aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Herausgeber, beide vom Institut für Fankultur, lassen neben etablierten Wissenschaftlern auch Journalisten, Fußballfunktionäre, verschiedene Fanprojekte, Politiker, Vertreter der Polizei und natürlich einige Ultras selbst zu Wort kommen . Gerade durch die unterschiedlichen Perspektiven ist es gelungen, einen ausgewogenen Einblick in das komplexe soziale Gebilde der Ultra-Bewegung zu ermöglichen.

Hierbei handelt es sich um einen Sammelband, der inhaltlich vor allem aufgrund seiner verschiedenen Perspektiven auf das Phänomen Ultras interessant erscheint. U. a. schreiben dort Ultras, Verbandsvertreter, andere Fans, Journalisten, Polizisten etc.

Und um nur einige Namen zu nennen:

·        “Commando Cannstatt”, Ultras VfB Stuttgart, Gespräch mit mir

·        Gruppengespräch diverser Angehöriger von Ultragruppen mit Fanforscher Jonas Gabler

·        Helmuth Spahn (ehem. Sicherheitsbeauftragter DFB)

·        Gerald von Gorrissen (DFB-Fanbeauftragter)

·        Michael Gabriel/Volker Goll (KOS)

·        Prof. Dr. Thomas Feltes (Wissenschaftler, Ruhr Uni Bochum)

·        Christoph Ruf, freier Journalist

·        Mike Glindmeier, Spiegel Online

·        Martin Gerster, Sportausschuss des Deutschen Bundestag

Verkaufsstart ist der 14.4. 2012

Martin Thein / Jannis Lin

Apr
10

In Reaktion auf die Vorkommnisse im Anschluss an das gestrige Landespokal-Halbfinalspiel zwischen dem Haldensleber SC und dem 1. FC Magdeburg distanzieren sich die Gremien und Verantwortlichen des Vereins entschieden gegen jegliche Art von Gewalt und damit verbundene tätliche Übergriffe sowie deren Verherrlichung. Mehrere Spieler und Angestellte des Vereins wurden nach dem Landespokal-Aus beim Verbandsligisten Haldensleben noch auf dem Spielfeld tätlich angegriffen.

Unabhängig von sportlichen Resultaten und Rückschlägen dürfen sich Selbstjustiz und Gewalt nicht als Reaktionen gegenüber Spielern, Trainern, Verantwortungsträgern und anderen Anhängern des Vereins etablieren. Der 1. FC Magdeburg verurteilt die Vorkommnisse nach dem Elfmeterschießen im Haldensleber Waldstadion. Enttäuschung und Unmut als Ergebnis der Niederlage unter den Anhängern des 1. FC Magdeburg sind nachvollziehbar und verständlich, allerdings darf dies in keinem Fall in körperliche Gewalt übergehen.

So wie von den Gremien des Vereins eine detaillierte Analyse der sportlichen Entwicklung der Regionalligamannschaft des 1. FC Magdeburg erfolgen wird, streben die Sicherheitsorgane in den kommenden Tagen eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle in Haldensleben an.

Das Präsidium des Vereins berät sich noch in dieser Woche in einer kurzfristig angesetzten außerordentlichen Präsidiumssitzung bezüglich der aktuellen sportlichen Entwicklung sowie der Ereignisse in Haldensleben.

http://www.ultras.ws/haldensleber-sc—magdeburg-%28pokal%29-080412-t11456.html#585375

Mrz
26

Polizeibericht:

Die Vorspielphase war leider von Begleiterscheinungen bestimmt, die die Polizei dauerhaft in Anspruch genommen hatte. Offenkundig hatten sich eine große Anzahl von Fußballanhängern der verfeindeten beiden Lager mit jeweiligen Unterstützern anderer Vereine im Bereich der Porta Nigra verabredet, um eine körperliche Auseinandersetzung auszutragen. Durch frühzeitiges Erkennen von verdächtigen Personenbewegungen und schnellen Polizeieinsatz wurde eine größere Auseinandersetzung an dieser Stelle verhindert.

Nicht verhindert werden konnte das Entstehen eines kurzen gewalttätigen Konfliktes im Bereich Margarethengäßchen/Nordallee, an dem mehrere Dutzend Personen aus der Trierer Anhängerschaft und aus dem Koblenzer Lager beteiligt waren. Durch massiven Polizeieinsatz konnten die Lager getrennt und weitere Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen verhindert werden. Im Bereich Engelstraße wurde eine rund fünfzigköpfige Gruppe der Trierer Anhängerschaft, die den Geschehnissen zugeordnet wurde, festgehalten und kontrolliert. Hiervon wurden zehn Personen zur Verhinderung von Straftaten zeitweise in Gewahrsam genommen. Bei der Kontrolle wurden u. a. Sturmhauben sowie am Kontrollort weggeworfene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Der Rest der Trierer Personengruppe wurde durch die Polizei in das Moselstadion begleitet.

In der Anfangsphase des Fußballspiels wurde im Koblenzer Block ein Böller gezündet. Hierzu wurde ein Tatverdächtiger ermittelt. Während des Spiels kam es unmittelbar nach der Halbzeit im Trierer Block und im Gästeblock zum Zünden/Abbrennen von Pyrotechnik. Aus dem Koblenzer Block wurden Leuchtkörper auf das Spielfeld geschossen, weswegen das Spiel kurzzeitig unterbrochen wurde. Die Ermittlungen wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und versuchter gefährlicher Körperverletzung sind aufgenommen. Nach dem Spiel kam es nicht mehr zu nennenswerten Vorkommnissen.
hier gefunden – http://www.ultras.ws/eintracht-trier—tus-koblenz-230312-t11377-s32.html

Mrz
01

Ein Auszug aus den Schilderungen im Forum von ultras.ws

Weitere FCA Fans wurden gestoßen oder geschlagen.
Zumindest nach unserem Kenntnisstand ist es in der BRD lediglich der Polizei und dem Bundesgrenzschutz gestattet, Personalausweiskontrollen durchzuführen. Dies scheint in Leverkusen anscheinend anders zu sein. Ein weiterer Fan wurde ohne ersichtlichen Grund, er befand sich in einigen Metern Abstand zum Ort des Geschehens, von mehrereren Ordnern zu Boden gerissen. Im Anschluss bestanden eben jene Ordner sogar noch darauf, den Personalausweis des Fan sehen zu wollen. Als diesem Wunsch, auch mit dem Verweis, dass besagte Ordner dazu gar nicht ermächtigt wären, nicht nachgekommen wurde, wurde dieser Fan aus dem Stadion geworfen.
Ein Fan, der schlichtend eingreifen wollte, wurde von mehreren Ordnern zu Boden gerissen und verweilte mehrere Minuten mit dem Gesicht auf dem nassen und steinigen Boden liegend, dem Knie eines Polizisten auf der Schläfe und mehreren Ordnern auf sich drauf. Hier muss die Frage gestellt werden, ob es rechtlich zulässig ist, dass Ordner durch Kabelbinder eine Verhaftung durchführen und warum es trotz Anwesenheit eines Polizeibeamten zu mehreren Schlägen und Tritten durch den Ordnungsdienst auf eine, am Boden liegende und nicht in der Lage, sich zu schützende Person, von der keinerlei Gefahr und Gewalt ausgehen kann, kommen kann. Der Vorschlag eines Ordners, „er könne ja seine Weste ausziehen und man könne um die Ecke gehen“ und die bisher geschilderten Vorfälle dürften die Intention des Ordnungsdienstes klarstellen.

Nun hatten auch die bis dato zurückhaltenden Polizeibeamten das Gefühl, sich einmischen zu müssen. Anstatt ihren Job zu machen und gegen das unnötige und brutale Vorgehen der Ordnungsdienstmitarbeiter etwas zu unternehmen, wurde Pfefferspray gegen die Augsburger Fans eingesetzt. Äußerst fraglich bleibt der Grund nach dem Einsatz dieser eigentlich als Distanzmittel vorgesehenen Waffe. Zur Verdeutlichung: wie der Name „Distanzmittel“ schon sagt, ist Pfefferspray dazu gedacht, Personen auf Distanz zu halten und nicht um den passiven/friedfertigen Part körperlichen Schaden zuzufügen. Auch hier stellt sich die Frage, warum die Polizei einen Einsatz gegen die Augsburger Fans für angebracht hielt, ging die Gefahr doch AUSSCHLIEßLICH vom Ordnungsdienst aus. Auch ist es hinlänglich bekannt, dass der Einsatz von Pfefferspray, gerade wenn dieses in eine Menge gesprayt wird, viele Unschuldige (wobei dies in diesem Fall auf jeden Augsburger zutraf) trifft. Besonders bei Kontaktlinsen-/Brillenträger und Asthmatiker ruft dieses Mittel unschöne Konsequenzen nach sich. Ein in unserer Gruppe befindlicher Kontaktlinsenträger hatte noch nach der Ankunft in Augsburg, also über neun Stunden nach dem Einsatz von Pfefferspray, erhebliche Sehstörungen.

Trotz mehrerer Rechtsbrüche und Straftaten durch den Ordnungsdienst und einer dies akzeptierenden und erschreckend verwirrt agierenden Polizei blieb der Großteil der anwesenden Fans ruhig und handelte besonnen. Wurde uns doch im Laufe der letzten Minuten mehr als deutlich gezeigt, dass unsere Rechte im Leverkusener Gästeblock scheinbar nicht existent sind. Nach und nach begaben sich die Fans aus dem Gästeblock bzw. dem Eingangsbereich, da die Lust auf das bevorstehende Spiel nach diesen Vorfällen – gelinde gesagt – äußerst gering war. Als zusätzlichen Höhepunkt wurden vor Ort, in der Gefangenensammelstelle des Stadions, drei Augsburger Fans bundesweite Stadionverbote für die nächsten 2,5 Jahre ausgesprochen.

alles lesen – http://www.ultras.ws/leverkusen—fc-augsburg-1907-t11259.html

Feb
21

München (Blau) – Düsseldorf

Anlässlich des Fußballspiels zwischen TSV 1860 München und Fortuna Düsseldorf waren bereits am Samstag, 18.02.2012, Ultra-Fans aus Düsseldorf nach München gereist. Vor einem Kaufhaus am Marienplatz kam es gegen 22.30 Uhr zu einem Aufeinandertreffen von sechs bis sieben Düsseldorf-Fans mit ca. 30 bis 40 Fans des TSV 1860 München. Zwischen den beiden Gruppierungen kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, im Verlauf derer ein 19-jähriger Düsseldorfer verletzt wurde. Er erlitt einen Jochbeinbruch und eine Gehirnerschütterung und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Alle Beteiligten sind gewaltbereiten Ultragruppierungen zuzurechnen. Sie waren zum Teil auch vermummt. Zwei Personen aus dem Bereich der 1860-Gruppierung konnten im Anschluss durch Polizeibeamte festgenommen werden. Gegen sie wird nun wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Ein weiterer Täter konnte am Spieltag, Sonntag, 19.02.2012, festgenommen werden.

Am Spieltag reisten weitere gewaltbereite Ultrafans von Fortuna Düsseldorf an. Sie fuhren nicht wie beabsichtigt zum Stadion, sondern direkt in die Münchner Innenstadt. Durch starke Polizeikräfte konnte hier jedoch eine weitere Eskalation verhindert werden. Auch während und nach dem Spiel waren starke polizeiliche Einsatzkräfte eingesetzt und es kam zu keinen weiteren Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppierungen.

mehr – http://www.ultras.ws/tsv-1860-muenchen—fortuna-duesseldorf-t11181.html#572742

Feb
17

Schickeria München: Student der Politikwissenschaft verurteilt

2 Jahre Gefängnis auf Bewährung für einen Wiederholungstäter: Wegen seiner Beteiligung am Übergriff auf Beamte der Bundespolizei am Würzburger Hauptbahnhof hat das Amtsgericht Würzburg am Dienstag einen 29-jährigen Anhänger des FC Bayern München verurteilt. Der Student der Politikwissenschaften aus München ist Gründungsmitglied der als gewaltbereit eingestuften Gruppierung „Schickeria München“ und kam nicht zum ersten Mal mit dem Gesetz in Konflikt.

Auch beim Überfall einer Gruppe Schickeria-Fans auf friedliche Anhänger des 1. FC Nürnberg auf der Raststätte Würzburg im Mai 2007 war der Angeklagte dabei. Er war Reiseleiter in einem der Schickeria-Busse: „Die Leute haben auf sein Kommando gehört“, so Richter Peter Wohlfahrt, der den 29-jährigen damals per Strafbefehl zu einer hohen Geldstrafe verurteilte. Durch einen Flaschenwurf verlor die Ehefrau eines Nürnberger Busfahrers auf einer Seite ihr Augenlicht. Als Konsequenz daraus „wirken wir darauf ein, dass keine Flaschen mehr geworfen und keine Waffen eingesetzt werden“, sagte der 29-Jährige vor Gericht.

Am 22. August 2009 auf dem Würzburger Hauptbahnhof waren es Schläge und Tritte, mit denen gut 30 Bayern-Fans gemeinsam auf einen Beamten der Bundespolizei losgingen, der einen der ihren festnehmen wollte. Der heute 41-Jährige, der von seinen Kollegen unter Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray aus den Händen der Angreifer befreit werden musste, erlitt Rippenbrüche und Prellungen.

Das Schöffengericht sah es als erwiesen an, dass auch der 29-Jährige an der überfallartigen Befreiungsaktion auf dem Bahnsteig beteiligt war, und verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand und Gefangenenbefreiung. Als wesentliches Indiz diente den Richtern eine Mütze mit Blutspuren des Angeklagten, die nach der Tat auf den Gleisen gefunden wurde.

Nicht entscheidend für das Urteil sei es, ob der 29-Jährige selbst zugeschlagen oder getreten habe, so Wohlfahrt: „Er wusste genau, was dort passiert.“ Mit der Strafaussetzung zur Bewährung wolle das Gericht dem 29-Jährigen eine letzte Chance geben: „Sie sollten sich überlegen, ob es im Leben noch was anderes gibt als Fußball“, sagte Wohlfahrt. Als Bewährungsauflage soll der Student dem verletzten Polizisten 1.800 Euro Schmerzensgeld bezahlen, an Veranstaltungen der „Schickeria“ darf er nicht mehr teilnehmen. Ein bundesweites Stadionverbot hat er schon seit 2007.

http://www.ultras.ws/fc-bayern-muenchen-t3896-s5072.html

Feb
06

Lebenslange Stadionverbote gefordert

Fußball-Anhänger fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) härtere Strafen und lebenslange Stadionverbote. “Wer die Masse der friedlichen Fans für das Ausleben seiner Gewaltgelüste missbraucht, muss notfalls ein lebenslanges Stadionverbot erhalten”, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme der DPolG.

Auch der Innenminister will künftig gewalttätige Fußballfans gesellschaftlich mehr isolieren und aus den Stadien aussperren: “Deshalb sollten Stadienverbote konsequenter und nachhaltiger durchgesetzt werden.” Schon im November hatte sich der Minister für ein lebenslanges Verbot ausgesprochen.

Aus Sicht der Polizei müssen außerdem die Vereine künftig mehr in die Pflicht genommen werden. Die Clubs seien auch für die An- und Abreise der Fußballfans verantwortlich. Denn polizeilich sei das Problem nur schwer zu lösen, da es nicht genügend Beamte gebe, um überall präsent zu sein.

Gewalt in Stadien wird die größte Herausforderung der Fußballverbände in den kommenden Jahren, sagte der DPolG-Vorsitzende. Deshalb fordere die Gewerkschaft “eine Strategie von allen Verantwortlichen, die einerseits konsequent gegen Gewalttäter vorgeht, andererseits die Prävention stärkt.”

Dazu heißt es in dem Positionspapier, dass zeitlich begrenzte Stadionverbote nicht einfach auslaufen dürften. Stattdessen sollen künftig Prognosen darüber erstellt werden, ob ein Betroffener möglicherweise wieder auffällig wird. Denn für manche gewalttätige Fans scheine ein Stadionverbot eher ein Symbol der Anerkennung zu sein, statt eine dauerhafte Abschreckung.

Fazit dieses “genialen Plans” der Polizeigewerkschaft: Weniger arbeiten, mehr Geld – durch noch härtere Strafen gegen Fußballfans. Wurde ja so bereits die letzten Jahre praktiziert – geholfen hat es bekanntlich nichts…

http://www.ultras.ws/lebenslange-stadionverbote-t11116.html

Jan
17

Urteil in 2. Instanz – Keine Strafen wegen ACAB-Banner!

Die Email von RA Benedikt Klas erreichte uns heute morgen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Anhang zu dieser E-Mail sende ich Ihnen ein aktuelles Urteil des LG Karlsruhe.

 

Dieses Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft Revision zum OLG Karlsruhe eingelegt hat. Dennoch kann es meines Erachtens sowohl für Ihre tägliche Arbeit als auch für eine Veröffentlichung/ Erwähnung auf Ihren interessanten Webseiten von Interesse sein.

 

Das Landgericht Karlsruhe hat mit Urteil vom 08.12.2011 (Az.: 11 Ns 410 Js 5815/11) die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen ein freisprechendes Urteil des Amtsgerichts Karlsruhe vom 12.05.2011 verworfen und somit den Freispruch für einen Karlsruher Fan in 2. Instanz bestätigt. Dem Fan wurde vorgeworfen, beim Spiel Karlsruher SC gegen VFL Bochum im Herbst letzten Jahres einen Teil des Spruchbandes “A.C.A.B.” („All Cops Are Bastards“) hochgehalten zu haben. Der damalige Einsatzleiter der Polizei hatte sich hierdurch in seiner Ehre verletzt gefühlt und brachte den Tatbestand zur Anzeige. Strafantrag wurde zudem durch die Karlsruher Polizeipräsidentin Hildegard Gerecke gestellt.

 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Karlsruhe gegen den bislang polizeilich nicht in Erscheinung getretenen Angeklagten einen Strafbefehl über eine Geldstrafe in Höhe von 25 Tagessätzen, gegen den der Angeklagte durch seinen Verteidiger, den Unterzeichner, Einspruch einlegte. In der darauf folgenden Hauptverhandlung wurde der Angeklagte aus Rechtsgründen freigesprochen. In der mündlichen Urteilsbegründung wies der Richter darauf hin, dass es nicht seine Aufgabe sein, für gutes Benehmen zu sorgen, sondern Straftaten zu verurteilen. Eine strafbare Beleidigung sah er in dem „A.C.A.B. –Banner“ jedoch nicht. Gegen diesen Freispruch legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein, die nun von der nächsten Instanz verworfen wurde.

 

Die Staatsanwaltschaft sah in dem Hochhalten des Banners mit der Aufschrift „A.C.A.B.“ eine direkt ausgesprochene strafbare Beleidigung der beim Fußballspiel anwesenden Polizeibeamten und forderte im Plädoyer erneut eine Verurteilung des Angeklagten. Der Unterzeichner als Verteidiger des Angeklagten wies dagegen darauf hin, dass aus dem Kontext deutlich wird, dass hier lediglich in pauschaler und überspitzter Form Kritik an „der Polizei“ als Ganzes geübt werden sollte, da insbesondere Fußballfans häufig Erfahrungen mit unverhältnismäßigen Polizeimaßnahmen machen. So wurden direkt zuvor Spruchbänder mit den Aufschriften „Stuttgart 21 zeigt: Polizeigewalt kann jeden treffen!“ und „BFE-Einheiten abschaffen!“ hochgehalten. Der Unterzeichner machte als Verteidiger des Angeklagten deutlich, dass hier somit allenfalls eine nach der „Soldaten-sind-Mörder-Rechtsprechung“ des Bundesverfassungsgerichts straflose Kollektivbeleidigung vorliegt. Insbesondere wäre es falsch, von einer Individualisierung der Beleidigung auszugehen, nur weil sie zwangsläufig von den im Stadion anwesenden Polizisten gelesen wird.

 

Das Landgericht Karlsruhe schloss sich dieser Auffassung an und hielt den Freispruch des KSC-Fans aufrecht. Das Gericht stellte in der mündlichen Urteilsbegründung fest, dass die Gerichte wenn sich – wie vorliegend – aus dem Kontext und den äußeren Umständen Anhaltspunkte ergeben, die eine andere Deutung als die der Staatsanwaltschaft zumindest als möglich erscheinen lassen, eine zur Bestrafung führende Deutung einer Aussage bzw. eines Banners nur dann zugrunde legen dürfen, wenn sie zuvor die anderen Deutungsmöglichkeiten mit überzeugenden Gründen ausgeschlossen haben, was hier nicht der Fall ist. Alles andere würde gegen das Grundrecht auf Meinungsfreiheit aus Artikel 5 Grundgesetz verstoßen.

 

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und verbleibe

 

mit freundlichen Grüßen aus Karlsruhe

 

Benedikt Klas, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht

Das folständige Urteil kann hier per PDF heruntergeladen werden!

Jan
16

Zu einem Freundschaftsspiel zwischen den zweiten Mannschaften des VfL Wolfsburg und Union Berlin angereiste Union-Anhänger drangen über Zäune in das Stadion am Elsterweg ein. In der Vereinsgaststätte lieferten sich Fans eine Prügelei. “Da sind die beiden Ultra-Gruppierungen aufeinander geprallt, die Sache wurde mit Stühlen ausgetragen, und die Polizei war mittendrin”, berichtet Einsatzleiter Jens aus dem Bruch.

Die zahlenmäßig deutlich unterlegenen Einsatzkräfte setzten Schlagstöcke ein, um Wolfsburger und Berliner Fans zu trennen. In den angrenzenden Straßen kam es jedoch zu weiteren Zusammenstößen.

Gegen 16.30 Uhr traf Unterstützung aus Goslar, Wolfenbüttel, Gifhorn, Salzgitter, Braunschweig und Hannover in Wolfsburg ein. “Da waren wir wieder in der Lage, selbst zu agieren und das Heft in die Hand zu bekommen”, schildert der Einsatzleiter. “Mit großen Schwierigkeiten ist es uns gelungen, die Berliner wieder zum Bahnhof zu bringen.” Um 18.55 Uhr verließ ihr Zug Wolfsburg.

Aus dem Bruch kündigte Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, Tragens verfassungswidriger Abzeichen und Sachbeschädigung gegen mindestens 15 Berliner Ultras an. Einer von ihnen hatte den Hitlergruß gezeigt. Auch Wolfsburger Schläger, die von szenekundigen Beamten erkannt wurden, müssen mit Verfahren rechnen.

Die Wolfsburger Polizei hatte aufgrund der Einschätzung der Berliner Kollegen nicht damit gerechnet, dass Union-Fans zu dem Testspiel anreisen würden. Wie es dazu kommen konnte, dass rund 60 Ultras in der Hauptstadt unbemerkt in den Zug stiegen und die Wolfsburger Polizei erst eine halbe Stunde vor ihrem Eintreffen in Kenntnis gesetzt wurde, sei noch zu klären, sagte aus dem Bruch.

mehr – http://www.ultras.ws/viewtopic.php?t=11020&highlight=